Konjunktur
KOF-Konjunkturbarometer im Dezember stabilisiert

Die Aussichten der Schweizer Wirtschaft haben sich trotz der zweiten Corona-Welle zum Jahresende hin stabilisiert: Das sogenannte KOF-Konjunkturbarometer ist im Berichtsmonat Dezember um 0,6 auf 104,3 Punkte gestiegen.

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Die jüngste Stabilisierung der Konjunkturbarometers ist nicht zuletzt auf eine positivere Entwicklung im Maschinen- und Fahrzeugbau zurückzuführen.

Die jüngste Stabilisierung der Konjunkturbarometers ist nicht zuletzt auf eine positivere Entwicklung im Maschinen- und Fahrzeugbau zurückzuführen.

KEYSTONE/GAETAN BALLY
(sda/awp)

Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich erhobene Indikator zeigte sich damit nahezu unverändert, nachdem er sich im Anschluss an die umfassenden Corona-Lockerungen im Frühling und Sommer deutlich erholt hatte. Im Mai war das Barometer noch auf den historischen Tiefstand von 52,3 Punkte gefallen.

Über das Jahr gesehen seien die starken Rückgänge im Frühjahr durch schnelle Erholungsphasen im Sommer ausgeglichen worden, heisst es in einer Mitteilung der KOF vom Mittwoch. Bereits im August habe das Barometer wieder über seinem langjährigen Mittel gelegen und dieses Niveau auch in der zweiten Jahreshälfte halten können. Leicht nach oben revidiert - auf 103,7 von 103,5 Zählern - wurde der Novemberwert. Aufgrund der anhaltenden Pandemie seien die Aussichten für die Schweizer Konjunktur zu Beginn des neuen Jahres jedoch verhalten.

Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen tieferen Wert im Bereich von 101 bis 102 Punkten erwartet.

Der leichte Anstieg des Barometers im Dezember ist laut KOF in erster Linie auf Indikatorenbündel des Verarbeitenden Gewerbes und des privaten Konsums zurückzuführen. Ein zusätzliches positives Signal sendeten Indikatoren der Finanz- und Versicherungsbranche. Negative Impulse gingen hingegen von Indikatoren der Auslandsnachfrage aus.

Maschinen- und Fahrzeugbau positiv

Im Verarbeitenden Gewerbe sei die positive Entwicklung insbesondere auf Indikatoren der Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau zurückzuführen, heisst es weiter. Dahinter folge die Textil- und Elektroindustrie sowie der Bereich Papier und Druck. Teilindikatoren für Bereiche Holz, Glas, Stein und Erden seien hingegen gefallen. Unverändert hätten sich indes die übrigen Branchen wie Chemie, Pharma oder auch Metall- und Nahrungsmittelindustrie gezeigt.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.