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Car-Unfall bei Zürich: Todesopfer stürzte in die Sihl – über 40 Personen verletzt

Bei einem Car-Unfall auf der Autobahn A3 bei Zürich ist am Sonntagmorgen eine Italienerin ums Leben gekommen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt. Der Unfall passierte auf der Sihlhochstrasse, wo die ursprünglich geplante Autobahn in einer Mauer endet.
Bei dem Unfall mit dem Reisecar bei Zürich kam eine 37-jährige Italienerin ums Leben. Mehr als 40 Personen wurden verletzt. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)Bei dem Unfall mit dem Reisecar bei Zürich kam eine 37-jährige Italienerin ums Leben. Mehr als 40 Personen wurden verletzt. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Der Führerstand des verunglückten Cars wurde stark zusammengedrückt. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)Der Führerstand des verunglückten Cars wurde stark zusammengedrückt. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)
Der Kran lädt den Unglücksbus auf einen Tieflader. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)Der Kran lädt den Unglücksbus auf einen Tieflader. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)
Die Bergung des Cars gestaltete sich aufwändig, die Polizei setzte einen Kran ein. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)Die Bergung des Cars gestaltete sich aufwändig, die Polizei setzte einen Kran ein. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)
Der Kran hebt den verunglückten Bus an. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)Der Kran hebt den verunglückten Bus an. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)
Langsam senkt der Car den Reisebus auf einen Tieflader zum Abtransport. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)Langsam senkt der Car den Reisebus auf einen Tieflader zum Abtransport. (Bild: Monika Freund, Keystone-SDA)
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Italienerin stirbt bei Car-Unfall bei Zürich

Der Car war um 4.15 Uhr ins Schleudern geraten und in die Mauer am Autobahnende geprallt. Diese Mauer verhinderte, dass der Car auch noch 10 Meter hinunter in die Sihl stürzte. Wie die Kantonspolizei bekanntgab, gehörte der Bus einem Subunternehmen von Flixbus und war von Genua nach Düsseldorf unterwegs.

Eine Passagierin kam beim Unfall ums Leben. Die 37-jährige Italienerin wurde bei der Kollision mit der Autobahnmauer aus dem Bus geschleudert und stürzte danach rund 10 Meter in die Tiefe. Sie konnte nur noch tot aus der Sihl geborgen werden. Eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich bestätigte am Montag eine entsprechende Meldung von Radio 1. Über 40 Personen wurden verletzt.

50 Personen im Car

Insgesamt befanden sich nach Polizeiangaben 50 Personen in dem Car, 27 Männer und 23 Frauen im Alter von 16 bis 77 Jahren. 16 Passagiere stammen aus Italien, zehn aus Russland, fünf aus Deutschland, fünf aus Nigeria, vier aus Kolumbien, zwei aus Albanien und je eine Person aus Rumänien, Jordanien, Ghana, Benin, Bosnien und Herzegowina und der Schweiz. Die Nationalität einer weiteren Person ist unbekannt.

Bei den Chauffeuren handelt es sich um Italiener im Alter von 57 und 61 Jahren. Am Steuer sass zum Unfallzeitpunkt der 57-Jährige. Beide Männer lagen am Sonntagabend noch schwerverletzt im Spital. Der ältere von ihnen schwebte in Lebensgefahr. 22 Personen konnten das Spital im Tagesverlauf verlassen.

Rest des «Expressstrassen-Ypsilon»

Wegen des Unfalls wurde die Autobahn zwischen Brunau und Wiedikon in beiden Richtungen bis gegen Mittag gesperrt. Warum der Car von der richtigen Spur abkam und in der Mauer landete, war bis Sonntagabend unklar. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Strasse noch schneebedeckt. Meteorologen warnten vor Glatteis.

Der Unfall passierte auf dem Autobahn-Stummel, der heute noch von der einstigen Autobahn-Euphorie zeugt. Die im Jahr 1974 eröffnete Sihlhochstrasse sollte den Südast des «Expressstrassen-Ypsilon» bilden, das quer durch die Stadt hätte führen sollen.

Das «Ypsilon» wurde nie fertiggestellt. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurde das Projekt beerdigt. Von den Plänen übrig blieb der bereits gebaute Autobahn-Stummel hoch über der Sihl.

Astra: Signalisation ausreichend

An der Signalisation beim Unfallort, dem Autobahn-Stummel der Sihlhochstrasse, wird vorerst nichts geändert. Die Signalisation sei ausreichend, selbsterklärend und entspreche den Normen, hiess es beim Bundesamt für Strassen (Astra) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Sollte die Unfallanalyse jedoch zu einem anderen Schluss kommen, werde man die nötigen Massnahmen umsetzen.

Die Mauer, welche den Car aufhielt und über welche das Todesopfer hinunter in die Sihl stürzte, bildet das Ende eines Autobahn-Stummels. Auf die Tatsache, dass die Autobahn dort zu Ende ist, wird zur Zeit nicht speziell hingewiesen.

Die Fahrspur biegt früh genug rechts ab. Wer jedoch links auf den Pannenstreifen gerät, etwa weil die Linien auf der Strasse zugeschneit sind, hat bald die Mauer vor sich.

Eine Absperrung gibt es nicht, da der «Stummel» regelmässig von Polizei und Rettungskräften genutzt wird, um schnell die Richtung zu wechseln und zu einer Unfallstelle zu gelangen.

Lastwagen stürzte in die Sihl

Im März 2016 gab es an dieser Stelle bereits einen schweren Unfall. Damals hatte sich an einem Nachmittag ein Stau gebildet, ein Lastwagenfahrer fuhr von hinten auf die stehenden Fahrzeuge auf, geriet nach links auf den Pannenstreifen und schliesslich auf den Autobahn-Stummel.

Anders als an diesem Sonntagmorgen gab die Abschrankung damals aber nach. Der Lastwagen durchbrach die Mauer, so dass er zehn Meter in die Tiefe stürzte und in der Sihl landete. Der Chauffeur erlitt schwere Verletzungen an den Beinen, überlebte aber.

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