Immer mehr Heime richten in Corona-Zeiten eine «Besucherbox» ein

In einem Pflegeheim in Steffisburg BE empfangen seit vergangenem Wochenende Bewohnerinnen und Bewohner trotz coronabedingten Besuchsverbots Besucher. Möglich machts eine «Besucherbox», die vor das Gebäude gestellt worden ist.

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Die Glasfassade des Pflegeheims trennt Besucher und Heimbewohner.
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Die Besucherbox vor dem Steffisburger Pflegeheim.

Die Glasfassade des Pflegeheims trennt Besucher und Heimbewohner.

BURGERGEMEINDE THUN
(sda)

Wie Christoph Hubacher von der Burgergemeinde Thun am Dienstag auf Anfrage sagte, befinden sich die Heimbewohner bei diesen Besuchen im Innern des Gebäudes, in einem Seminarraum. Von den Besuchern in der Besucherbox ausserhalb des Heims trennt sie die normale Glasscheibe des Gebäudes.

Mikrofone und Lautsprecher überwinden die akustische Barriere, welche die Fassade darstellt. Das Angebot wird laut einer Mitteilung der Burgergemeinde Thun, welche das Heim betreibt, sehr geschätzt und rege benutzt. Seit Mitte März sind - wie in anderen Heimen in der Schweiz - im Steffisburger Heim Besuche untersagt.

In Steffisburg hat man sich von einem Artikel der «Berner Zeitung» inspirieren lassen, welche Mitte April von einer Besucherbox vor einem Altersheim in Wattwil SG berichtete. Ein Blick in die Schweizer Mediendatenbank SMD zeigt, dass vor vielen anderen Heimen in der Schweiz solche Besucherboxen eingerichtet worden sind.