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Immer mehr Betagte lassen sich daheim pflegen und betreuen

Lieber daheim als im Heim: 350'000 Personen haben 2017 Leistungen der Spitex beansprucht, das sind 10'000 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Bewohner von Alters- und Pflegeheimen blieb dagegen konstant bei 149'000 Personen.
Die Spitex bleibt ein Erfolgsmodell. Namentlich der Anteil der privatwirtschaftlichen Spitex-Unternehmen wächst. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

Die Spitex bleibt ein Erfolgsmodell. Namentlich der Anteil der privatwirtschaftlichen Spitex-Unternehmen wächst. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

(sda)

Von den Spitex-Anbietern expandierten vor allem die privaten: Während die Spitex im Berichtsjahr insgesamt 7 Prozent mehr Pflege- und Betreuungsstunden als 2016 leistete, legten die privatwirtschaftlichen Pflegeunternehmen punkto Arbeitsstunden um 43 Prozent zu, wie die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) belegen.

Die sozialmedizinische Betreuung in Alters- und Pflegeheimen (APH) stagnierte derweil. Knapp 96'000 Langzeitplätze standen letztes Jahr in 1561 Heimen zur Verfügung, nur unbedeutend mehr als im Jahr davor. Dafür gab's 2 Prozent mehr Personal. In den meisten Kantonen sank der Anteil der über 65-jährigen Einwohner, die in APHs lebten.

Durchschnittlich 22,5 Prozent der Heimbewohner waren über 80 Jahre alt. Oder besser: Heimbewohnerinnen. Denn unter den ü80-Heimpensionären sind doppelt bis dreimal so viele Frauen wie Männer. Bei den über 95-Jährigen - immerhin 13'000 - beträgt der Damen-Anteil sogar drei Viertel. Mit der höheren Lebenserwartung der Frauen allein ist das nicht zu erklären.

9000 Franken im Heim, 600 daheim

Die Kosten für einen Langzeit-Heimplatz schlugen 2017 pro Klient und Monat im Schnitt mit 9122 Franken zu Buche, 200 Franken mehr als im Vorjahr, insgesamt 10 Milliarden Franken pro Jahr. 43 Prozent davon wurden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gedeckt.

Von den knapp 2,5 Milliarden, welche die Spitex-Betreuung insgesamt kostete, übernahmen die Versicherer 39 Prozent. Knapp ein Fünftel mussten die Klienten selber tragen, 42 Prozent übernahm die öffentliche Hand. Durchschnittlich lagen die Spitex-Kosten laut BFS pro Klient und Monat knapp unter 600 Franken.

Trotz der seit 2011 kontinuierlich expandierenden privatwirtschaftlichen Betreuung beträgt der Anteil der gemeinnützigen Spitex immer noch 80 Prozent.

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