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Hanf-Legalisierung, Busfahrer im Stress und eine Grillparty des Bundes in den Sonntagszeitungen

Eine Initiative für die Cannabis-Legalisierung, Busfahrer vermehrt unter Stress und eine Grillparty für EDA-Beamte während der Arbeitszeit: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
Legaler Hanf-Anbau im Wallis. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Legaler Hanf-Anbau im Wallis. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

(sda)

«SonntagsBlick»/"Le Matin Dimanche»:

Ein neuer Verein plant eine Volksinitiative für die Cannabis-Legalisierung in der Schweiz. Die Gruppe Cannabis Consensus Schweiz aus Hanf-Produzenten, Suchtfachleuten und Politikern erarbeitete ein entsprechendes Konzept für eine staatliche Kontrolle und Regulierung des Marktes sowie für den Schutz der Bevölkerung, wie «SonntagsBlick» und «Le Matin Dimanche» berichten. Demnach plädieren die Hanffreunde für einen starken Jugendschutz. Der Verkauf von Cannabis an unter 18-Jährige soll verboten sein. Ein Teil der Steuereinnahmen würde für Präventionsmassnahmen verwendet, die sich gezielt an Minderjährige richten. Auf den Verpackungen sollen Warnhinweise angebracht werden. Cannabis-Werbung im öffentlichen Raum wäre verboten. Die Initianten schlagen eine interdepartementale Bundesbehörde für die Cannabis-Regulierung vor. Finanziert würde diese durch die Steuern aus dem Verkauf. Die Behörde soll eine nationale Datenbank führen, in der jede in der Schweiz angebaute Hanfpflanze registriert wird. Alle verkaufsfertigen Produkte müssten von der Behörde überprüft und freigegeben werden. Angeboten würden die Cannabis-Packungen in lizenzierten Spezialgeschäften.

«NZZ am Sonntag»:

Die neue Umweltministerin Simonetta Sommaruga hat einen nationalen Schulterschluss gegen den Klimawandel gefordert. Die SP-Bundesrätin will sich für Massnahmen beim Autofahren für weniger Offroader, beim Fliegen und auf dem Finanzplatz einsetzen. «Zuerst sollten wir aufhören, den Klimaschutz als etwas zu betrachten, das uns nur Geld kostet», forderte die 58-Jährige im Interview mit der «NZZ am Sonntag». «Auch Nichtstun kostet», sagte die seit Januar amtierende Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit Verweis auf Schäden durch Bergstürze und Hochwasser. Akzente setzen will Sommaruga etwa im Strassenverkehr rund um Offroader. «In der Schweiz werden viele schwere und grosse Autos verkauft.» Die Neuwagenflotte hierzulande habe europaweit den höchsten CO2-Ausstoss, nämlich 134 Gramm pro Kilometer. Die Erdölnation Norwegen sei bereits bei 84 Gramm. «Da müssen wir nochmals über die Bücher.» Sommaruga unterstützt auch Umweltvorgaben für den Finanzplatz, wie sie die Ständeratskommission ins geplante CO2-Gesetz aufnehmen will. «Es ist widersprüchlich, dass wir Klimaschutz in der Schweiz betreiben und gleichzeitig über unsere Pensionskassengelder und Bankkredite zum Beispiel in den Erdölsektor investieren.» Ausserdem will die UVEK-Chefin den Flugverkehr nicht von Umweltmassnahmen ausnehmen. «Niemand versteht, weshalb der Flugverkehr systematisch aus der Klimadebatte ausgeklammert wird.»

«SonntagsZeitung»/"Le Matin Dimanche»:

Jeder zweite Busfahrer leidet einer neuen Umfrage zufolge unter Stress. Besonders verbreitet sind Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Müdigkeit, wie «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» aus einer bislang unveröffentlichten Umfrage der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) zitieren. Rund ein Drittel von ihnen gab an, schon zur Arbeit gegangen zu sein, ohne im Vollbesitz seiner Kräfte gewesen zu sein. In den letzten Jahren hat sich die Situation verschärft, wie eine Vergleichsumfrage aus dem Jahr 2010 zeigt. Damals notierten nur 12 Prozent aller Fahrer zwischen 56 und 65 Jahren, dass sie unter Schlafstörungen leiden würden. Dieser Wert hat sich in der gleichen Altersgruppe heute verdoppelt. Gemäss der Befragung sind es in erster Linie aggressive Auto- und Velofahrer sowie renitente Passagiere, die bei den Chauffeuren Stress verursachen. An der Analyse nahmen 500 von 2500 befragten Busfahrer in der Schweiz teil. Die Zahl der Unfälle mit Bussen stieg in den vergangenen Jahren markant an. Im Jahr 2011 kam es laut dem Bund auf den Schweizer Strassen nur gerade zu 416 Unfällen, bei denen ein Gelenkbus, ein Trolleybus oder ein Linienbus involviert war. Im Jahr 2017 waren es bereits 737 solcher Busunfälle - ein Plus von fast 80 Prozent. Die Hauptschuld trugen dem Bund zufolge aber nicht die Buschauffeure sondern in zwei von drei Fällen andere Verkehrsteilnehmer wie Auto-, Velofahrer oder Fussgänger.

«NZZ am Sonntag»:

Letztes Jahr ist es in der Schweiz zu mehr als 100 Kindsentführungen gekommen - so viele wie noch nie. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Verweis auf eine neue Statistik des Bundesamts für Justiz sowie auf Angaben des Internationalen Sozialdienstes Schweiz. 68 betrafen Entführungen in Staaten, die das sogenannte Haager Übereinkommen über Kindsentführungen unterzeichnet haben, 35 bis 40 solche in Nicht-Haager-Staaten. Namentlich die Kindsentführungen in Haager-Staaten haben in den letzten zehn Jahren um fast fünfzig Prozent zugenommen und 2018 einen Höchststand erreicht. Das hat dem Bericht zufolge damit zu tun, dass immer mehr binationale Ehen geschlossen, aber auch immer mehr binationale Ehen geschieden werden. Ebenfalls auf eine Rekordmarke stieg die Zahl der Fälle, in denen ein Gericht die Rückführung des entführten Kindes in die Schweiz anordnete. Sie lag 2018 bei zwanzig.

«SonntagsZeitung»:

Der Schweizer Sänger Stephan Eicher hat sich mit der Plattenfirma Universal angelegt und einst eine Millionenklage eingereicht. Der 58-jährige Chansonnier wirft dem Label vor, ihm den Geldhahn zugedreht zu haben, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Eichers früherer Anwalt forderte vor einem Pariser Zivilgericht über eine Million Franken Schadensersatz. Dies schreibt das Blatt unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Bei dem Streit geht es um Kosten für Tourneen, Promo-Aktivitäten und um ein geplantes Live-Album. Auch habe ihm Universal eine Zahlung von 9000 Euro für die Aufnahmen von «L’Envolée», das 2012 erschienene letzte neue Soloalbum des Berners, nie bezahlt. Weiter stört sich der Popstar daran, dass Universal seine Songs auf Streaming-Plattformen stellte, wo diese teilweise durch Werbung unterbrochen werden. Diese beeinträchtige die Werke und würden «sein Urheberrecht als Komponist und Sänger beschädigen». Der Fall ist vor einem französischen Arbeitsgericht hängig. Universal wollte auf Anfrage der Zeitung keine Stellung nehmen.

«SonntagsBlick»:

Das Aussendepartement (EDA) lädt über 400 Beamte zu einer Grillparty in Bern ein, die als Arbeitszeit gilt. Das Fest der Direktion für Ressourcen soll an einem Donnerstagnachmittag im Juni im Hotel Innere Enge über der Aare stattfinden, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Demnach sollen die Staatsdiener ab halb drei eintrudeln, um drei Uhr beginnt eine grosse Grillparty, die offiziell bis sechs Uhr dauern soll. Eingeladen sind alle 423 Mitarbeiter der Direktion, gerechnet wird mit gegen 300 Gästen. Die Teilnahme ist freiwillig. Der scheidende Abteilungsdirektor und designierte neue Botschafter in den USA, Jacques Pitteloud, hält auf der Einladung fest: «Das Sommerfest fällt in die Arbeitszeit und kann daher als solche abgerechnet werden.» Man sei sich durchaus bewusst, dass der Bund in Sachen Spesen und Ausgaben speziell im Fokus stehe, schreibt das EDA auf Anfrage der Zeitung. Das Sommerfest sei der einzige Anlass, an dem alle Bereiche der Direktion zusammenkämen und wo den Mitarbeitern für deren Arbeit gedankt werde. So könne man die Teambildung fördern. Die Kosten beliefen sich auf etwa 18'000 Franken, um die 60 Franken pro Teilnehmer - die Arbeitszeit nicht eingerechnet.

«Zentralschweiz am Sonntag»:

In der Zentralschweiz haben Eltern einen Rechtsstreit um den Schulweg ihrer Kinder vor Bundesgericht verloren. Demnach müssen die vierjährige Tochter und der zweijährige Sohn den Kindergarten im eigenen Wohnbezirk per Bus besuchen, obschon ein Schulhaus im Nachbarkanton viel näher liegen würde und zu Fuss erreichbar wäre, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtet. Der Bezirksrat Küssnacht im Kanton Schwyz setzte sich gegen die in Merlischachen lebende Familie durch. Deren Kinder dürfen künftig nicht den rund einen Kilometer entfernten Kindergarten im luzernischen Meggen besuchen. Stattdessen organisiert der Schulrat einen Bus ins rund drei Kilometer entfernte Schulhaus in Merlischachen. Der Bezirk Küssnacht argumentierte, das Volksschulgesetz des Kantons Schwyz enthalte keine Bestimmung, wonach sich die Zuteilung zu einer Schule explizit nach dem Wohl des Kindes zu richten habe. Der Schulrat verweigert den Schulbesuch im Nachbarkanton primär aus finanziellen Gründen, da dem Nachbarort ein Schulgeld entrichtet werden müsste. Die Lösung mit dem Schulbus sei billiger, heisst es beim Bezirk. Das Bundesgericht liess die Argumente der Familie nicht gelten, etwa dass das Sozialleben der Familie auf Meggen ausgerichtet sei.

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