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Grab aus Jungsteinzeit bei Bauarbeiten an Tiefgarage entdeckt

Archäologen haben in Sitten VS während Bauarbeiten an einer Tiefgarage eine Grabstätte aus der Jungsteinzeit entdeckt. Solche Grabmäler können die Überreste von mehr als hundert Individuen bergen.
Die Grabstätte von Don Bosco bei ihrer Freilegung. Nur eine der Steinplatten der Grabkammer befindet sich noch in ihrer ursprünglichen, aufrechten Position, die anderen wurden von den Überschwemmungen der Sionne umgerissen. (Bild: Dienststelle Archäologie Wallis) (Bild: ARIA SA, Sion)

Die Grabstätte von Don Bosco bei ihrer Freilegung. Nur eine der Steinplatten der Grabkammer befindet sich noch in ihrer ursprünglichen, aufrechten Position, die anderen wurden von den Überschwemmungen der Sionne umgerissen. (Bild: Dienststelle Archäologie Wallis) (Bild: ARIA SA, Sion)

(sda)

Die Archäologen fanden die «aussergewöhnliche» Grabstätte unter dem reichhaltigen keltischen Gräberfeld von Don Bosco, als sie gerade dabei waren, diese Ausgrabungen abzuschliessen. Sie überwachten und begleiteten dort zudem die Erdarbeiten für den Bau eines Parkhauses im Norden der Stadt Sitten.

Mitten in den Schwemmschichten der Sionne, einem Nebenfluss der Rhone, stiessen die Archäologen auf behauene Steinplatten von mehreren Tonnen Gewicht, wie die Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Wallis am Donnerstag mitteilte.

Die einzelnen Platten gehörten zu einem Dolmen, einer Art Grabkammer, deren Gerüst sie bilden. Der Fund wird auf 3000 Jahre vor der christlich-abendländischen Zeitrechnung datiert.

Solche jungsteinzeitliche Gemeinschaftsgräber konnten über hundert Menschen als Grabstätte dienen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Nun sollen weitere Grabungsarbeiten ausgeführt werden, um das genaue Alter der Fundstücke zu bestimmen und die Steinplatten auf Gravierungen zu untersuchen.

Suche nach Gebeinen

Über das Areal des künftigen Parkhauses verstreut wurden noch weitere, ähnliche Bruchstücke entdeckt, die zeigten, dass es an dieser Stelle mehrere Monumente derselben Art gegeben hat. Bei den weiteren Ausgrabungen werde sich zeigen, ob die Gebeine in der Grabkammer erhalten oder von Überschwemmungen der Sionne weggespült worden sind.

Mit dem Fund bestätige sich, was für einen hohen Rang die Stadt Sitten als massgebende archäologische Stätte der europäischen Vorgeschichte einnehme, schreibt der Kanton. Der Fund knüpfe an die zu Beginn der 1960er Jahre gemachte Entdeckung von Dolmen und deren gravierten Stelen im Quartier Petit-Chasseur an, die europaweit zu den Meisterwerken prähistorischer Zeit zu zählen seien.

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