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Gebremster Kostenanstieg bei den Ergänzungsleistungen im Jahr 2017

Die Ausgaben für Ergänzungsleistungen (EL) sind 2017 um 0,8 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken gestiegen. Das ist die geringste Wachstumsrate seit der Jahrtausendwende. Auch die Zahl der EL-Bezüger nahm nur noch moderat zu.
Die Zahl der AHV- und IV-Rentner, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, ist 2017 nur noch moderat gewachsen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF)

Die Zahl der AHV- und IV-Rentner, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, ist 2017 nur noch moderat gewachsen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF)

(sda)

Rund 322'800 Personen erhielten 2017 Ergänzungsleistungen, weil ihre AHV- oder IV-Renten die minimalen Lebenskosten nicht deckten. Mit 1,3 Prozent blieb die Zunahme auch hier deutlich hinter dem langjährigen Durchschnitt zurück, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Dienstag mitteilte. Seit der Jahrtausendwende liegt das jährliche Plus bei etwa 3 Prozent.

Für diese Entwicklung gibt es gemäss BSV zwei Gründe. Zum einen bewirkten rückläufige Rentnerzahlen in der Invalidenversicherung ein gebremstes Wachstum bei den EL-Bezügern mit IV. Zum anderen ging die Zahl der EL-Bezüger im Heim um 0,3 Prozent zurück, dies vor allem dank dem verbesserten Spitex-Angebot.

Insgesamt bezogen im vergangenen Jahr 204'800 Personen (+1,8 Prozent) EL zur Altersversicherung und 114'200 Personen (+0,4 Prozent) EL zur IV. Bei der Altersversicherung steigen die EL- und Rentnerzahlen im Gleichschritt mit der demographischen Entwicklung, was sich in einer stabilen EL-Quote von rund 12 Prozent in den vergangenen Jahren widerspiegelt.

EL-Reform spaltet die Räte

Über die Reform des EL-Systems streitet derzeit das Parlament. Während das bundesrätliche Reformprojekt Einsparungen von 300 Millionen vorsieht, plant der Ständerat zusätzliche Abstriche von 78 Millionen. Damit bleibt er aber immer noch klar hinter den 661 Millionen zurück, die der Nationalrat laut der jüngsten Schätzung des BSV sparen will.

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