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Forschungsprojekte für Grönland-Umrundung stehen fest

Ende Juli werden 44 Forschende mit 15 Projekten in See stechen, um Grönland zu umrunden und dabei die Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung zu untersuchen. Die Expedition ist das neue Grossprojekt des Schweizerischen Polarinstituts (SPI).
Die Akademik Treshnikov hat bereits bei der Antarktis-Umrundung gute Dienste geleistet. Auch bei der Grönland-Umrundung wird sie im Einsatz sein. (Bild: Schweizerisches Polarinstitut)

Die Akademik Treshnikov hat bereits bei der Antarktis-Umrundung gute Dienste geleistet. Auch bei der Grönland-Umrundung wird sie im Einsatz sein. (Bild: Schweizerisches Polarinstitut)

(sda)

Die Arktis ist ein einzigartiges Ökosystem. Und eines, das am empfindlichsten auf den Klimawandel reagiert. So erwärmt sich diese Weltregion doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Als Grund dafür werden komplexe Wechselwirkungen zwischen dem Eis, der Atmosphäre, der Biosphäre und dem Meer vermutet, wie Athanasios Nenes von der ETH Lausanne (EPFL) gemäss einer Mitteilung seiner Hochschule vom Montag erklärte.

Diese Wechselwirkungen besser zu verstehen, ist auch das Ziel des Projekts, das Nenes im Rahmen der «Greenland Circumnavigation Expedition» (Glace) leitet: Welchen Einfluss haben Aerosole, also Schwebepartikel in der Luft, auf die arktische Atmosphäre und die rasche Erwärmung dieser Region?

Neben diesem werden noch 14 weitere Projekte an Bord des russischen Expeditionsschiffs Akademik Treshnikov am 30. Juli von Kiel in Deutschland aus in See stechen, um Grönland zu umrunden. Sechs der Projekte stehen unter Schweizer Leitung, wie das SPI mitteilte.

Von Mikroben, Wolken und Plastik

Bei den Schweizer Projekten geht es beispielsweise um die Evolution der Mikroorganismen und Pflanzen Grönlands und wie sich diese mit dem Klimawandel verändern werden, um Gletschersedimente, Wolken Wasserkreisläufe sowie um die Auswirkungen von Schmelzwasser des grönländischen Eisschildes auf das umliegende Meer. Aber auch die Umweltverschmutzung wird im Zuge der Expedition untersucht: Forschende der Universität Kapstadt wollen die Plastikverschmutzung rund um Grönland und ihre Auswirkungen messen.

Das Schiff wird an sechs Orten rund um Grönland vor Anker gehen und den Forschenden Untersuchungen an Land, auf dem Eis und entlang der Küste erlauben. Im Fokus stehen dabei auch abgelegene und bisher wenig untersuchte Gegenden. Entlang der nördlichen Küste wird ein nuklear betriebener Eisbrecher das Schiff unterstützen, sich einen Weg durch das dicke, mehrjährige Eis zu bahnen. Am 29. September soll die Akademik Treshnikov wieder nach Kiel zurückkehren.

Die Expedition wird vom SPI organisiert, die 2017 bereits eine Antarktis-Umrundung mit dem gleichen Forschungsschiff auf die Beine gestellt hatte. Wie diese wird auch «Glace» finanziell durch den schwedisch-schweizerischen Milliardär und Abenteurer Frederik Paulsen unterstützt.

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