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Firmenpleiten steigen in der ersten Jahreshälfte um knapp 5 Prozent

Seit Jahresbeginn haben mehr Firmen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können: Die Zahl der Firmenpleiten stieg in den ersten sechs Monaten um 4,8 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Insgesamt wurden 2'548 Unternehmen insolvent.
Von Januar bis Ende Juni wurden in der Schweiz 2'548 Unternehmen insolvent. Das sind knapp 5 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

Von Januar bis Ende Juni wurden in der Schweiz 2'548 Unternehmen insolvent. Das sind knapp 5 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

(sda/awp)

Für den Schweizerischen Gläubigerverband Creditreform zeigt sich damit auch die Kehrseite des starken Wachstums neuer Firmen. In der ersten Jahreshälfte wurden 22'283 Firmen neu ins Handelsregister eingetragen, ein Plus von 1,6 Prozent, wie Creditreform am Freitag mitteilte.

Viele Unternehmen starteten ohne genügend finanziellen Rückhalt oder sie gingen vielleicht aufgrund zu optimistischer Markteinschätzungen bereits in den ersten paar Jahren ihrer Existenz wieder ein, schreibt Creditreform.

Gutes Umfeld für Neugründungen

Andererseits bietet das Umfeld laut Mitteilung derzeit gute Grundlagen für die Gründung eines neuen Unternehmens. So entwickle sich die allgemeine Konjunktur gut und die verfügbaren Einkommen für den privaten Konsum dürften steigen. Auch wenn die Löschungen der Firmen aus dem Handelsregister eingerechnet werden, ist die Zahl der Unternehmen im ersten Semester um 7,3 Prozent gewachsen.

Creditreform rechnet deshalb damit, dass die Schweiz bis Ende Jahr unter dem Strich 14'900 neue Firmen zählen könnte. Der Rekordwert von 15'607 Unternehmen wurde im Jahr 2008 erreicht. Den aktuellen Zuwachs beurteilt der Gläubigerverband allerdings als nachhaltiger. Damals war die überhitzte Konjunktur bekanntlich jäh durch die Finanz- und Währungskrise gestoppt worden.

Weniger Privatkonkurse

Einigermassen erfreulich entwickelten sich zudem im ersten Halbjahr die Privatkonkurse, die um 1,7 Prozent zurückgingen. Seit Jahresbeginn meldeten rund 4'000 Personen Insolvenz an, davon gehen 3'295 auf sogenannte ausgeschlagene Verlassenschaften zurück. In solchen Fällen verzichten Personen auf das Erbe, um nicht eventuell vorhandene Schulden übernehmen zu müssen.

Creditreform rechnet allerdings damit, dass die Zahl der Privatkonkurse bis Ende Jahr um 4,0 Prozent steigt.

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