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Expertenrat und schärfere Sicherheitsbestimmungen für Post-Drohnen

Mit der Einsetzung eines Expertenrats und verschiedenen Verschärfungen der Sicherheitsmassnahmen reagiert die Post auf den Absturz von zwei ihrer Transportdrohnen. Dass die Sicherheitsmechanismen nicht funktioniert haben, sei «nicht akzeptabel».
Sorgenkind Post-Drohne: der Konzern will die Sicherheit der Fluggeräte nach zwei Abstürzen mit der Einsetzung eines Expertenrats sowie verschiedenen technischen Sofortmassnahmen erhöhen. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Sorgenkind Post-Drohne: der Konzern will die Sicherheit der Fluggeräte nach zwei Abstürzen mit der Einsetzung eines Expertenrats sowie verschiedenen technischen Sofortmassnahmen erhöhen. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Im Januar und im Mai 2019 waren Transportdrohnen der Post über dem Zürichsee und bei der Universität Irchel in Zürich abgestürzt. Seit dem zweiten Absturz am 9. Mai hat die Post die Drohnen-Flüge bis auf Weiteres ausgesetzt.

Die Zwischenzeit hat die Post laut einer Mitteilung vom Freitag dazu genutzt, die Prozesse und Sicherheitsmechanismen eingehend zu prüfen. Im Zuge dieser Weiterentwicklung der Sicherheitsprozesse hat der Konzern beschlossen, einen Expertenrat zu bilden. Darin sollen unabhängige Experten, der Hersteller, die Post und die Kunden vertreten sein.

Der Expertenrat soll sämtliche Prozesse, die das Sicherheits- und Risikomanagement betreffen, durchleuchten. Ziel der Post ist es, dass dieses an die üblichen Standards der Aviatik angeglichen wird, wie es in der Mitteilung hiess.

Vom Hersteller der Postdrohnen, der Firma Matternet, erwartet die Post, dass die Sicherheitsmechanismen wie etwa der Fallschirm einwandfrei funktionieren. Dass dies nicht der Fall gewesen sei «ist für die Post nicht akzeptabel». Deshalb haben die Partner verschiedene Sofortmassnahmen eingeleitet, mit denen man den Empfehlungen aus dem Zwischenbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) folgt.

Stärkere Fallschirme und schriller Pfeifton

So werden die Seile des Fallschirms neu mit einem Metallgeflecht verstärkt. Der Fallschirm wird künftig mit zwei statt nur einem Seil an der Drohne befestigt. Zudem wird der schrille Pfeifton lauter eingestellt, der bei einer Sicherheitslandung der Drohne die Personen in der Nähe warnt.

Weiter hat die Post zusätzliche Sicherheitsmargen bei den Windgrenzwerten eingebaut. Diese liegen nun 20 Prozent tiefer als in den Auflagen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. Die maximale Geschwindigkeit der Drohne wird von 20 auf 17 Meter pro Sekunde gesenkt.

Aller Schwierigkeiten zum Trotz betonte die Post in ihrer Mitteilung, sie halte an der Drohnenlogistik fest. Man sei überzeugt, dass Drohnen einen wichtigen Beitrag an ein effizientes Gesundheitswesen leisten können. Dringende Sendungen kämen schneller, effizienter und umweltfreundlicher ans Ziel als der Kurier auf der Strasse.

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