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Entlassene «Le Matin»-Mitarbeitende mobilisieren für Sozialplan

Gut 40 entlassene Mitarbeitende der im Sommer eingestellten Printausgabe der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» haben am Donnerstag vor dem Verlagshaus Tamedia in Lausanne protestiert. Sie fordern einen «akzeptablen» Sozialplan.
Die meisten der 41 entlassenen Mitarbeitenden der Printausgabe der Westschweizer Zeitung «Le Matin» sind derzeit arbeitslos. Sie protestierten am Donnerstag in Lausanne dagegen, dass das Verlagshaus Tamedia ihnen noch immer keinen würdigen Sozialplan präsentiert habe. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Die meisten der 41 entlassenen Mitarbeitenden der Printausgabe der Westschweizer Zeitung «Le Matin» sind derzeit arbeitslos. Sie protestierten am Donnerstag in Lausanne dagegen, dass das Verlagshaus Tamedia ihnen noch immer keinen würdigen Sozialplan präsentiert habe. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Fünf Monate, eine Woche und ein Tag nach der Ankündigung des Endes von «Le Matin» auf Papier habe das Zürcher Medienunternehmen Tamedia den 41 entlassenen Journalisten, Fotografen und Grafikern noch immer keinen anständigen Sozialplan unterbreitet, schrieben die Betroffenen in einem offenen Brief, den sie vor dem Verlagsgebäude von Tamedia in Lausanne verlasen und an Passanten verteilten.

Die Protestierenden trugen gelbe Plaketten mit einer kämpferischen Faust und der Aufschrift «Unterstützung für die 41 des Matin». Die Verhandlungen mit der Direktion von Tamedia seien an einem toten Punkt angelangt, sagte eine Angestellte im Namen der 41 gekündigten Mitarbeitenden und klagte: «Tamedia tut so, als ob weiterverhandelt wird, hat aber seit Juni keinerlei Zugeständnisse gemacht, nichts.»

Dies alles sei verlorene Zeit. Statt sich weiterbilden und sich in den schwierigen Arbeitsmarkt wieder eingliedern zu können, warte man noch auf immer finanzielle Entschädigung und Unterstützungsmassnahmen. Die meisten der 41 Mitarbeitenden von «Le Matin» Print sind seit der Einstellung der Zeitung arbeitslos.

Tamedia will Schiedsverfahren

Der Medienkonzern Tamedia hatte (gestern) Mittwochabend mitgeteilt, dass er in der Frage der Entschädigung der entlassenen «Le Matin»-Mitarbeitenden bereit sei, den Weg eines Schiedsverfahrens zu beschreiten.

Tamedia ist der Auffassung, dass der vorgeschlagene Sozialplan grosszügig ist und den Usanzen der Branche und den Realitäten des Arbeitsmarktes entspricht. Die Offerte sei sogar besser als die Angebote, die andere Schweizer Verleger in den letzten Jahren gemacht hätten, unterstrich Tamedia.

Die Redaktionen von Tamedia Romandie waren im Juli aus Protest gegen die Einstellung der Print-Version von «Le Matin» in einen Streik getreten, der später aber zu Gunsten einer Verhandlungslösung suspendiert wurde. Die letzte gedruckte Ausgabe von «Le Matin» erschien am 21. Juli.

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