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Eine Medizininfusion für vier Millionen Franken und Bauern-Suizide in den Sonntagszeitungen

Eine neue Novartis-Medizintherapie für geschätzte vier Millionen Franken, eine hohe Suizidrate bei Landwirten und die Pläne der künftigen SRF-Direktorin: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
Die neusten Schweizer Sonntagszeitungen schreiben unter anderem über den möglichen Preis einer neuen Therapie von Novartis im Umfang von geschätzten vier Millionen Franken. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

Die neusten Schweizer Sonntagszeitungen schreiben unter anderem über den möglichen Preis einer neuen Therapie von Novartis im Umfang von geschätzten vier Millionen Franken. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

(sda)

«SonntagsZeitung»:

Der Basler Pharmakonzern Novartis will eine in Tests erfolgreiche Gentherapie gegen eine schwere Form von Muskelschwund in der Schweiz zu einem Preis von geschätzt gegen vier Millionen Franken auf den Markt bringen. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, soll das Medikament Mitte 2019 auf den Markt kommen. Zur Genesung solle eine einzige Infusion ausreichen. Den hohen Wert der Therapie rechtfertige Novartis mit dem Gewinn von durchschnittlich zusätzlichen 13 Lebensjahren für betroffene Kinder. Die Zulassungen in der EU, den USA und in Japan hat Novartis bereits beantragt. Ein Mediensprecher wollte sich im Bericht nicht zur Zulassung in der Schweiz äussern. Die neue Therapie ist dem Bericht zufolge für Kinder konzipiert, die mit einer spinalen Muskelatrophie des Typs 1 geboren werden. Betroffene Babys können weder selbständig atmen noch schlucken. Fast alle sterben vor dem zweiten Lebensjahr. In der Schweiz werden jährlich bis zu zwölf Babys mit diesem Defekt geboren. Die neue Behandlung bekämpft die Krankheit ursächlich. Über modifizierte Viren wird ein Gen in den Körper der kranken Kinder eingeschleust, das die Degeneration der Muskeln stoppt.

«NZZ am Sonntag»:

In der Schweiz könnten medizinische Produkte in Spitälern, Arztpraxen und Pflegeinstitutionen knapp werden. Die Bundesbehörden hätten die Spitäler dazu aufgerufen, ihre Lagerbestände zu überprüfen, und vor «relevanten Versorgungsstörungen» gewarnt, schreibt die «NZZ am Sonntag». Der Grund ist eine Reform der EU-Gesetze zur Zulassung von Medizinprodukten, der sich die Schweiz anschliesst. Die vorgeschriebene Zertifizierung vieler Produkte verzögert sich laut dem Bericht, und eine erhebliche Zahl von Produkten dürfte vom Markt verschwinden, weil der Aufwand für die Marktzulassung deutlich grösser werde. Die Reform soll dereinst zu einer besseren Patientensicherheit führen. Der Zeitung zufolge geht es um Instrumente für Operationen, Implantate und Tausende weitere zum Teil lebenswichtige medizinische Produkte bei Behandlung und Pflege von Patienten. Der Verband der Herstellerfirmen spricht von einem «heiklen Engpass». Welche Artikel betroffen sein werden, können die Hersteller vorerst nicht sagen.

«SonntagsZeitung»:

Die Selbsttötungs-Rate von Landwirten in der Schweiz liegt deutlich über dem Durchschnitt. Dies berichtet die «SonntagsZeitung» gestützt auf eine neue Nationalfonds-Studie. Zwischen 1991 und 2014 nahmen sich demnach 447 Bauern das Leben. Während die Suizid-Rate anderer Schweizer Männer aus ländlichen Gemeinden laufend sinkt, nimmt sie bei Landwirten seit 2003 zu. So hatten Bauern laut Studie zuletzt ein um 37 Prozent höheres Suizid-Risiko. Ursachen sind dem Bericht zufolge meist Zukunftsängste, Geldsorgen, Nachfolgeprobleme oder Einsamkeit. In 60 Prozent nahmen sich die Bauern gemäss Studie durch Erhängen das Leben, in 25 Prozent mit der Schusswaffe. Erstmals untersuchten Forscher der Universität Bern das Thema mit Daten von 90'000 Landwirten. Die Zahlen machten sehr betroffen und würden nur erahnen lassen, welche menschlichen Schicksale dahinter stünden, sagte Bauernverbandspräsident Markus Ritter. Hilfe bietet das Bäuerliche Sorgentelefon. Die Anrufe von ausgebrannten und verzweifelten Betroffenen würden zunehmen, wird Präsident Lukas Schwyn in dem Bericht zitiert.

«NZZ am Sonntag»:

Die Sender von Schweizer Radio und Fernsehen SRF sollen künftig auf Meinungsjournalismus verzichten. Nachrichtenbeiträge sollen bloss noch abbilden, nicht mehr bewerten, sagte die designierte neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Wir müssen ein Programm machen, das informiert, aber nicht polarisiert. Wir müssen keinen Meinungsjournalismus machen», sagte die 50-Jährige, die im Frühjahr 2019 Nachfolgerin von SRF-Direktor Ruedi Matter wird. Wappler, die derzeit Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks in Halle ist, will in der Schweiz nach der heftig umkämpften «No Billag»-Abstimmung den Service public neu justieren. «Wenn wir in einem Beitrag einen Politiker zu Wort kommen lassen und wenn der Journalist dann den Eindruck erweckt, er wisse es besser, provoziert das einen Vertrauensverlust.» Wappler kündigte weiter an, künftig mit privaten Medien und Verlegern zusammenarbeiten zu wollen. Stärken will sie auch die Kultur und etwa mehr Serien wie «Wilder» produzieren. Da die SRG ab 2019 jährlich 100 Millionen Franken einsparen muss, wird Wappler laut eigenen Angaben bei SRF voraussichtlich 47 Stellen abbauen müssen. Wo, dazu äusserte sie sich im Interview nicht.

«SonntagsBlick»:

Rund jeder dritte Jugendliche in der Schweiz wünscht sich autoritäre Führer. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Extremismus-Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) unter 8000 17- und 18-Jährigen hervor, über die der «SonntagsBlick» berichtet. Mehr als 30 Prozent der Jugendlichen neigen demnach zu autoritären Regierungsformen. Sie verlangen mehr Repression gegen Randständige und sehnen sich nach «führenden Köpfen, die uns genau sagen, was wir tun sollen und was nicht». Studienautor Dirk Baier beunruhigen die Ergebnisse. «Das ausgeprägte Strafbedürfnis und die Intoleranz gegenüber Minderheiten sollten wir ernst nehmen.» Denn die Befragten seien die Entscheidungsträger von morgen.

«NZZ am Sonntag»:

Der von Bund und Kantonen geplante staatliche Hackertest für E-Voting soll im ersten Quartal des nächsten Jahres durchgeführt werden und Preisgeld auszahlen. Wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, sollen der Bundeskanzlei für die Durchführung und Entschädigungen eine Viertelmillion Franken zur Verfügung stehen. Die Bundeskanzlei machte dazu keine Angaben. Beim Test sollen IT-Spezialisten aus der ganzen Welt eines der beiden in der Schweiz zugelassenen Systeme für die elektronische Stimmabgabe angreifen, manipulieren oder hacken. «Es sollen möglichst viele Hacker aus der ganzen Welt teilnehmen», wird ein Sprecher der Bundeskanzlei zitiert. «Deshalb muss der Test attraktiv sein.» Bund und Kantone prüften zurzeit, ob sie in diesem Rahmen Entschädigungen zahlen könnten. Die Schweiz will mit dem öffentlichen Wettbewerb die E-Voting-Systeme sicherer machen. Der Test werde auf dem E-Voting-System der Schweizerischen Post durchgeführt und dauere vier Wochen, sagte der Sprecher weiter. Interessierte könnten sich bereits jetzt per Internet bei der Post anmelden.

«SonntagsZeitung / «SonntagsBlick»:

Die Genossenschaftsbank Raiffeisen könnte künftig auch Handys verkaufen und Umzüge vermitteln. Dies erklärte der neu gewählte Verwaltungsratspräsident Guy Lachappelle im Interview mit der «SonntagsZeitung», nachdem er am Samstag nach seiner Wahl «Bereitschaft zur Veränderung» versprochen hatte. Die Banken müssten ihre Einnahmen auf eine breitere Basis stellen. «Wir müssen Bankdienstleistungen mit Nicht-Bankdienstleistungen kombinieren.» Die digitale Transformation biete dafür eine Chance. «Wenn wir die Bank auf das Mobiltelefon bringen, warum verkaufen wir nicht auch gleich einen Mobilfunkvertrag? Wir sind stark im Liegenschaftsgeschäft, man könnte auch daran denken, Umzüge zu vermitteln und daran etwas zu verdienen.» Ob die Bank gegen den am Freitag zurückgetretenen CEO Patrik Gisel juristische Schritte unternimmt, liess Lachappelle offen. Ein Zwischenbericht zur Expansionstätigkeit der Bank zwischen 2012 und 2015 kommt zum Schluss, dass Beteiligungen zu teuer und an den zuständigen Gremien vorbei getätigt wurden. «Wir werden die vorliegenden Befunde analysieren und wenn nötig disziplinarische und personelle Konsequenzen ziehen.» Stand heute gehe er aber davon aus, dass eher zivilrechtliche als strafrechtliche Schritte zu prüfen seien. Gegenüber dem «SonntagsBlick» verteidigte Lachappelle auch seinen Fixlohn von jährlich 750'000 Franken. Die Summe entspreche dem Anforderungsprofil.

«Le Matin Dimanche»:

Die zukünftigen Genfer Polizisten sind wütend, weil sie ursprüngliche ihnen versprochene Zuschüsse vom Staat für die Krankenversicherung im Umfang von jährlich gegen 7000 Franken nun doch nicht erhalten. Dies ist eine Folge des neuen Polizeigesetzes, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» schreibt. Betroffen sind 41 Kandidaten, die ihre Ausbildung 2017 in Savatan VD begannen. Eine Ausnahme gilt für Polizeibeamte, die ihre Ausbildung vor dem 31. Dezember 2018 abschliessen. Doch die 41 Aspiranten werden ihre Ausbildung erst 2019 beenden. Sie erhalten daher keine Pauschale mehr von 583 Franken pro Monat für Versicherungskosten. Die Geschädigten schlossen sich zusammen, um ihre Rechte geltend zu machen.

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