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Drei Personen wegen gewerbsmässigen Betrugs vor Gericht

Vor dem Bundesstrafgericht hat am Montagvormittag der Prozess gegen drei Schweizer wegen gewerbsmässigen Betrugs begonnen. Sie arbeiteten einst im Umfeld des Millionenbetrügers Ulrich Engler. Die Verteidigung beantragte, das Verfahren einzustellen.
Vor dem Bundesstrafgericht hat am Montagvormittag der Prozess gegen drei Schweizer wegen gewerbsmässigen Betrugs begonnen. Sie arbeiteten einst im Umfeld des Millionenbetrügers Ulrich Engler. Die Verteidigung beantragte, das Verfahren einzustellen. (Bild: Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI)

Vor dem Bundesstrafgericht hat am Montagvormittag der Prozess gegen drei Schweizer wegen gewerbsmässigen Betrugs begonnen. Sie arbeiteten einst im Umfeld des Millionenbetrügers Ulrich Engler. Die Verteidigung beantragte, das Verfahren einzustellen. (Bild: Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI)

(sda)

Die lange Verfahrensdauer stelle einen krassen Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot dar, sagte ein Verteidiger vor Gericht. Seit Eröffnung des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft (BA) seien bereits 10 Jahre vergangen.

Inzwischen könne sich sein Mandant nicht mehr an alle Details erinnern. Die Verteidigerrechte seien dadurch eingeschränkt. Ein zweiter Verteidiger sah auch die Zuständigkeit der BA und des Bundesstrafgerichts als nicht gegeben an.

Die BA forderte, die Anträge abzulehnen. Das Gericht zog sich zur Beratung zurück. Um 13.30 Uhr wird bekannt gegeben, ob die Verhandlung fortgesetzt wird.

Schadensumme von über 100 Millionen

Die drei Schweizer müssen sich wegen gewerbsmässigen Betrugs in Millionenhöhe verantworten. Hauptbeschuldigte ist eine heute 59-jährige Frau aus dem Kanton Schaffhausen. Der zweite Beschuldigte ist 75 Jahre alt und lebt mittlerweile in Thailand. Der dritte Beschuldigte ist 58-jährig und lebt im Kanton St.Gallen.

Sie sollen massgeblich daran beteiligt gewesen sein, ein als Schneeballsystem konzipiertes Vertriebssystem für Kapitalanlagen aufgebaut zu haben. Versprochen wurden Traumrenditen.

Die Vorfälle gehen auf die Jahre 2005 bis 2007 zurück. Die Beschuldigten köderten damals laut Anklageschrift der Bundesanwaltschaft Anleger aus der Schweiz, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein für das so genannte Daytrading-System des deutschen Staatsbürger Ulrich Engler, das dieser in betrügerischer Absicht in Florida aufgebaut hatte. Die Schadenssumme betrug über 100 Millionen Dollar.

Das Landgericht Mannheim verurteilte den Anlagebetrüger im März 2013 - nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft - zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Engler von den USA aus Anleger um gewaltige Millionenbetrag geprellt hatte. Rund 1300 Anleger vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren auf Engler hereingefallen.

Für die Hauptverhandlung vor Bundesstrafgericht, welche die Schweizer Ausläufer dieses spektakulären Betrugsfalls aufarbeitet, sind acht Verhandlungstage vorgesehen. Die Urteilseröffnung ist für den 29. November anberaumt.

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