Die Herbstsession beginnt im Zeichen von Corona

Im Bundeshaus haben National- und Ständerat die Herbstsession begonnen - in Plexiglasaquarien. So sollen Ansteckungen verhindert werden und die Räte entscheidungsfähig bleiben.

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«Wir müssen uns an die kleinen Aquarien aus Plexiglas gewöhnen»: Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) hat die Herbstsession eröffnet.

«Wir müssen uns an die kleinen Aquarien aus Plexiglas gewöhnen»: Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) hat die Herbstsession eröffnet.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
(sda)

«Ja, es sind neue Vorzeichen, die uns in diese Session begleiten», sagte Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) am Montagnachmittag bei der Eröffnung der Session im Ständerat. «Alle wollten nach den Erfahrungen in der Bernexpo zurück ins Bundeshaus. Leider ist der Coronavirus nicht verschwunden - im Gegenteil.»

Alle müssten ihr Bestes tun, dass sich niemand anstecke und dass der Rat entscheidungsfähig bleibe. «In unserem demokratischen System ist diese Session eine Notwendigkeit.»

Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) erinnerte daran, dass auch im Parlament mit dieser neuen Normalität des Coronavirus richtig umgegangen werden müsse.

Um die Ratsmitglieder zu schützen, wurden im Nationalrats- und im Ständeratssaal sowie in den Kommissionszimmern Trennwände aus Plexiglas zwischen den Sitzplätzen montiert. «Wir müssen uns an die kleinen Aquarien aus Plexiglas gewöhnen», sagte Moret.

Doch diese Trennwände sind zentral: Werden diese jeweils von den Parlamentariern richtig geschlossen, können die Politikerinnen und Politiker weiter an der Session teilnehmen, selbst wenn der Sitznachbar oder die Sitznachbarin sich mit dem Coronavirus infiziert hat, wie Moret weiter erklärte.

Die Herbstsession dauert bis am 25. September.