Demonstration gegen möglichen Abbau von Parkplätzen in Genf

Dutzende Fahrzeuglenker sowie Fussgänger sind in Genf am Samstag auf die Strasse gegangen und haben gegen die Verkehrspolitik des Kantons demonstriert. Sie kritisierten unter anderem eine möglich Abschaffung von bis zu 4000 Parkplätzen in der Innenstadt.

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Dutzende Menschen haben in der Genfer Innenstadt am Samstag gegen den möglichen Abbau von rund viertausend Parkplätzen demonstriert.

Dutzende Menschen haben in der Genfer Innenstadt am Samstag gegen den möglichen Abbau von rund viertausend Parkplätzen demonstriert.

KEYSTONE/MAGALI GIRARDIN
(sda)

Zahlreiche Motorradfahrer, Velolenker, Autofahrer und Fussgänger bewegten sich gegen 16.30 Uhr durch die Innenstadt von Rive aus zum Plainpalais. Die Demonstration verlief nach Angaben der Polizei ohne grössere Probleme.

Die Behörden zählten laut eigenen Angaben 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Organisatoren dagegen schätzten, dass rund 400 Menschen dem Kundgebungsaufruf folgten.

«Es besteht eine Notwendigkeit, den Verkehr in der Stadt weiter zu entwickeln, aber nicht mit schlagartigen Massnahmen, ohne Absprachen. Die Form ist schockierend, wir fordern eine demokratische Debatte», sagte Demo-Mitorganisator Philippe Morel gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Genferinnen und Genfer stimmen am 27. September unter anderem über eine von der Kantonsregierung vorgeschlagene Gesetzesänderung ab, die das Prinzip der Kompensation von aufgehobenen Parkplätzen im öffentlichen Raum lockern will. Die Regierung verspricht sich davon mehr Spielraum. Die Genfer Sektion des Touring Clubs der Schweiz (TCS) ergriff das Referendum. Sie und weitere Gegner der Vorlage befürchten, dass in Genf über kurz oder lang 4000 Parkplätze ersatzlos gestrichen werden.