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Das Alpine Museum in Bern geht dem Echo auf den Grund

«Hallo Echo!» Das Naturphänomen des Widerhalls fasziniert die Menschen. Das Alpine Museum Bern geht dem Echo auf den Grund und erschliesst in einer neuen Ausstellung die Berge als Klangraum.
Auch die Stadt antwortet, wenn man ihr ruft. Echo-Hotspot in Bern ist die Lorrainebrücke. (Bild: Alpines Museum/Elias Zaugg)Auch die Stadt antwortet, wenn man ihr ruft. Echo-Hotspot in Bern ist die Lorrainebrücke. (Bild: Alpines Museum/Elias Zaugg)
Am Creux du Van ist ein Wanderecho zu hören. (Bild: Alpines Museum/Christian Zehnder)Am Creux du Van ist ein Wanderecho zu hören. (Bild: Alpines Museum/Christian Zehnder)
Wer auf der Toralp einen Juchzer fahren lässt, hört ein sechsfaches Echo. (Bild: Alpines Museum/Wisi Bucher)Wer auf der Toralp einen Juchzer fahren lässt, hört ein sechsfaches Echo. (Bild: Alpines Museum/Wisi Bucher)
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Das Alpine Museum in Bern geht dem Echo auf den Grund

(sda)

Gemeinsam mit dem Musiker und Stimmkünstler Christian Zehnder gibt das Alpine Museum den Bergen eine Stimme. «Der Berg ruft zurück», nennt sich die Ausstellung, die am 25. Mai eröffnet wird und bis Ende Oktober dauert.

Zehnder befasst sich seit Jahren mit der Klangwelt der Alpen. Dabei sammelte er bis heute rund 80 Echoorte und verarbeitete sie zu einer Soundkarte des Alpenraums.

Juchzer und Jutze

Die Ausstellung in Bern stellt sieben Echoaufnahmen aus verschiedenen Regionen der Schweiz ins Zentrum. Mit einem hochsensiblen Kunstkopfmikrofon zeichnete Zehnder seine Jutze und Jodel so auf, dass sie ein dreidimensionales Hörerlebnis vermitteln.

In einem verspiegelten Raum kann das Publikum der Ausstellung in die Klangwelt eintauchen. Denn: «Widerhall ist immer auch eine Begegnung mit sich selbst», schreibt das Alpine Museum in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Nymphen und Kanonen

Bereits der antike Dichter Ovid widmete der Nymphe Echo eine Erzählung. Die Nymphe war als Strafe für eine Hinterlist von Zeus' Gattin Hera der Sprache beraubt worden und konnte nur noch die letzten an sie gerichteten Worte wiederholen.

Echo ist aber nicht gleich Echo. Auf der Toralp in der Innerschweiz kann man ein sechsfaches Echo hören, am Creux du Van im Neuenburger Jura ein Wanderecho.

Im 19. Jahrhundert wurde das Echo touristisch vermarktet. Dabei halfen sogenannte Echokanonen. Eine solche Kanone stand auch auf der Wengernalp im Berner Oberland. Gegen ein Entgelt von einigen Centimes zündete er Älpler einen «Pfupf». Der Knall erzeugte ein siebenfaches Echo. Zu sehen ist die Echokanone der Wengernalp heute noch im Touristikmuseum der Jungfrau-Region in Unterseen.

Neben dem Klangerlebnis geht die Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz in Bern auch der Kulturgeschichte des Echos nach technischen Anwendungen oder dem Vorkommen im Tierreich.

Auch die Stadt ruft zurück

Doch nicht nur in den Bergen kann man dem Echo lauschen, auch in der Stadt gibt es Echoräume. Basel hat unter der «Mittleren Brücke» ein zehnfaches Flatterecho zu bieten. In Bern gehört die Lorrainebrücke zu den Echo-Hotspots.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung lässt Zehnder zusammen mit dem Drummer Julian Sartorius am 2. September um sieben Uhr früh dort einen Weckruf erschallen.

www.alpinesmuseum.ch, www.echotopos.ch

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