Coronavirus-Fälle leicht angestiegen - 228 Neuansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 228 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuansteckungen wieder leicht gestiegen. Am Dienstag war mit 119 Ansteckungen ein Tiefststand gemeldet worden.

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Am Meisten Todesopfer hat das Coronavirus bisher im Kanton Waadt gefordert.
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Das Coronavirus hält die Schweiz auf Trab. Im Bild eine Metzgerei in Mesocco.

Am Meisten Todesopfer hat das Coronavirus bisher im Kanton Waadt gefordert.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
(sda)

Insgesamt gab es am Donnerstag laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 28'496 laborbestätigte Fälle. Die Todesfälle in allen Kantonen zusammen nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Donnerstagmittag auf 1518 zu. Der Kanton Waadt steht an der Spitze mit 310 Toten, vor dem Tessin mit 295 Toten. An dritter Stelle steht Genf mit bisher 205 Toten.

Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten und aktualisiert sie zweimal täglich, mittags und abends. Obwalden und Appenzell-Innerrhoden sind gemäss dieser Zählung die einzigen Kantone ohne Todesopfer.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab die Zahl der Todesopfer am Donnerstagmittag mit 1268 an. Das Amt bezieht sich auf die Meldungen, welche die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Dienstagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schrieb das BAG weiter.

Fast alle mit Vorerkrankung

Von den 1216 verstorbenen Personen, für welche vollständige Daten vorhanden sind, litten 97 Prozent an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen bei verstorbenen Personen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Insgesamt waren bisher 3461 Personen im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19 Erkrankung hospitalisiert. Von den 3052 hospitalisierten Personen, für welche vollständige Daten vorhanden sind, hatten 13 Prozent keine relevanten Vorerkrankungen und 87 Prozent mindestens eine. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen bei hospitalisierten Personen waren Bluthochdruck (52 Prozent), Herz-Kreislauferkrankungen (33 Prozent) und Diabetes (23 Prozent).

Das Alter der hospitalisierten Personen lag zwischen 0 bis 101 Jahren, der Altersmedian betrug 72 Jahre. 61 Prozent der hospitalisierten Personen waren Männer und 39 Prozent Frauen. Die Inzidenz stieg mit dem Alter stark an und war bei den über 80-Jährigen am höchsten.

Weniger Arztkonsultationen

In der Woche 16 meldeten die Ärztinnen und Ärzte des Sentinella-Meldesystems 15 Konsultationen wegen Covid-19-Verdachts auf 1000 Konsultationen. Das heisst, dass 1,5 Prozent aller Konsultationen in den Arztpraxen beziehungsweise bei Hausbesuchen wegen eines Verdachts auf Covid-19 stattfanden. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung entspricht dies in etwa 95 Covid-19-Konsultationen pro 100'000 Einwohner. Gegenüber der Vorwoche nahm diese Konsultationsrate ab. Die Inzidenz beträgt 332 pro 100'000 Einwohner.

Insgesamt kam es seit dem 29. Februar hochgerechnet zu ungefähr 141'500 Covid-19-bedingten Konsultationen bei Grundversorgern, wie das BAG weiter schreibt. Der erste Fall in der Schweiz war am 25. Februar bestätigt worden.

Bisher wurden gegen 235'252 Tests durchgeführt. Davon waren 14 Prozent positiv. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Neu empfiehlt das BAG Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19. Bisher wurden nur Menschen mit Vorerkrankungen und Spitalpatienten getestet sowie Gesundheitspersonal.