Chinas Botschafter: Keine Gefahr durch Chinesen in der Schweiz

Trotz der rasanten Ausbreitung des Coronavirus geht von Chinesen in der Schweiz keine Gefahr aus. Niemand sei infiziert, sagte der chinesische Botschafter in der Schweiz, Geng Wenbing, in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

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Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Geng Wenbing (rechts), betont, dass von Chinesen in der Schweiz keine Gefahr ausgeht.

Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Geng Wenbing (rechts), betont, dass von Chinesen in der Schweiz keine Gefahr ausgeht.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
(sda)

Die chinesische Botschaft habe mit allen chinesischen Touristen und den in der Schweiz wohnhaften Chinesen Kontakt aufgenommen. Es befänden sich nur noch eine Handvoll Touristen hier. Die Botschaft habe eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet.

«Für alle meine Botschaftsmitarbeitenden gilt ausserdem die Auflage, dass sie zuerst 14 Tage lang daheim bleiben müssen, wenn sie aus China zurückkehren», sagte Wenbing.

Der Botschaftsempfang anlässlich des chinesischen Neujahrs am 8. Februar sei aus Vorsicht abgesagt worden. Es sei derzeit nicht ratsam, dass Hunderte von Menschen in einem Raum zusammenkämen.

Auf die Frage, warum die Air China nach wie vor dreimal pro Woche von Genf nach Peking und zurück fliege, während die Swiss ihre Flüge nach China eingestellt habe, sagte der Botschafter, China müsse einen Reisekanal offen halten und die Gesundheit der Bevölkerung sicherstellen. Deshalb müssten alle Passagiere beim Ein- und Aussteigen Fieber messen.

Der Bundesrat habe bisher keine Reisebeschränkungen erlassen. Die Schweiz vertraue dem Krisenmanagement Chinas, sagte Wenbing.