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Cevian gegen Aufhebung der Panalpina-Stimmrechtsbeschränkung

Der aktivistische Investor Cevian ist gegen die von Panalpina-Hauptaktionär Ernst-Göhner-Stiftung vorgeschlagene Abschaffung der Stimmrechtsbeschränkung beim Logistikkonzern.
Nur Stunden nach dem neuen Vorschlag der Ernst-Göhner-Stiftung folgte die Antwort von Cevian. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Nur Stunden nach dem neuen Vorschlag der Ernst-Göhner-Stiftung folgte die Antwort von Cevian. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/awp/reu)

Eine Abschaffung würde den dominanten Einfluss der Stiftung zementieren, hiess es in einer Mitteilung des schwedischen Fonds vom Dienstag.

Die Stiftung hatte am Montagabend die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung von fünf Prozent beantragt und dazu eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen lassen. Diese soll noch vor der ordentlichen Aktionärsversammlung vom 9. Mai stattfinden.

Bisher war die Stiftung, die rund 46 Prozent der Anteile am Schweizer Konzern hält, von der Stimmrechtsbeschränkung ausgenommen. Die Ausnahme wurde stets damit begründet, dass EGS ihre Aktien bereits vor der Einführung dieser Regel gehalten hatte (sogenanntes «Grandfathering»).

Doch der Minderheitsaktionär Cevian erklärte nun, dass vier führende Schweizer Aktienrechtler im Auftrag des Investors zum Schluss gekommen seien, dass die Stiftung bisher rechtswidrig von der Beschränkung ausgenommen worden sei. Cevian hält rund zwölf Prozent an Panalpina.

ESG: Cevian verfolgt eigene Interessen

In einer Stellungnahme wehrt sich ESG gegen die Kritik. Cevian stelle sich gegen eine aktionärsfreundliche und moderne Corporate Governance, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Das sei Beweis dafür, dass es dem Investor bei Panalpina nur um eigene Interessen gehe, die er «rücksichtslos» durchsetzen wolle.

ESG sei seit mehr als vierzig Jahren Ankeraktionärin bei Panalpina und anlässlich des Börsengangs im Jahr 2005 sei festgelegt worden, dass die Stiftung von den Eintragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen ausgenommen werde, schreibt die Stiftung weiter. Diese Regelung sei allen Aktionären zu jeder Zeit bewusst und auch immer unbestritten gewesen - auch seitens Cevian.

Man habe jüngst aber Anstrengungen zur Verbesserung der Corporate Governance vorgenommen. ESG habe sich dazu verpflichtet, künftig die Wahl eines unabhängigen Präsidenten zu unterstützen und als weiteren Schritt beantrage man nun die Abschaffung der Stimmrechtsbeschränkung. Damit soll ein modernes «one share, one vote»-Regime etabliert werden, ist man bei ESG überzeugt.

Panalpina selbst hatte am Montag mitgeteilt, die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung würde die Corporate Governance des Unternehmens verbessern. Der Schritt adressiere auch die Bedenken «bestimmter Aktionäre».

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