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Bündner BDP-Präsident nimmt sich aus dem Wahlkampf um Regierungsamt

Die illegalen Absprachen auf den Bündner Bau haben politische Nachwehen: BDP-Kandidat Andreas Felix nahm sich am Freitag aus dem Rennen als Kandidat für ein Regierungsamt. Zeitgleich gab er den sofortigen Rücktritt als Präsident der kantonalen BDP bekannt.
Schluss als Regierungsratskandidat, Schluss als Parteipräsident: Andreas Felix, Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbandes. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Schluss als Regierungsratskandidat, Schluss als Parteipräsident: Andreas Felix, Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbandes. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Die illegalen Absprachen auf den Bündner Bau haben politische Nachwehen: BDP-Kandidat Andreas Felix nahm sich am Freitag aus dem Rennen als Kandidat für ein Regierungsamt. Zeitgleich gab er den sofortigen Rücktritt als Präsident der kantonalen BDP bekannt.

Seine Rolle als Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbandes sei im Zusammenhang mit den illegalen Preisabsprachen auf dem Bau im Unterengadin zu einem zentralen Wahlkampfthema geworden, sagte Felix. Nochmals betonte er, nichts von den Absprachen gewusst zu haben.

Der Verband sei an den Absprachen nicht beteiligt gewesen. Es sei aber schwierig geworden, diese Tatsache glaubwürdig zu vermitteln, zumal die Manipulationen nationales Echo ausgelöst hätten. "Wir waren zu gutgläubig", betonte Felix sechs Wochen vor den Regierungsratswahlen in Graubünden.

Felix gab seinen Verzicht am frühen Freitagabend im bündnerischen Seewis im Prättigau bekannt. Dort, wo die nationale BDP am (morgigen) Samstag ihre Delegiertenversammlung abhält.

Einer-Kandidatur

Nach dem Verzicht von Felix führt die BDP mit dem amtierenden Volkswirtschaftsdirektor Jon Domenic Parolini den Wahlkampf mit einer Person weiter. Die BDP gibt damit ihren zweiten Sitz in der fünfköpfigen Regierung vorzeitig und kampflos preis, wie Vizepräsident Beno Niggli der Nachrichtenagentur sda bestätigte.

Am Donnerstag hatte die Wettbewerbskommission (Weko) bekanntgegeben, dass sie sieben Unterengadiner Baufirmen wegen illegaler Absprachen mit insgesamt 7,5 Millionen Franken büsst. Die Unternehmen hatten bei etwa 400 öffentlichen und privaten Projekten im Hoch- und Tiefbau die Preise abgesprochen und die Aufträge untereinander verteilt. Es handelte sich um den schweizweit bisher grössten Fall von Preisabsprachen auf dem Bau.

Felix hatte gleichentags betont, als Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbandes (GBV) nichts von den Manipulationen gewusst zu haben. Allerdings wehte ihm am Freitag von den Kommentarspalten der Zeitungen ein eisiger Wind entgegen, so dass er seine Chancen auf eine Wahl in die Regierung vermutlich auf den Nullpunkt sinken sah.

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