Bundesrat aktualisiert Aktionsplan zum Klimawandel

Hochwasser, Murgänge, Hitze und Schäden an der Infrastruktur: Die Bewältigung des Klimawandels wird die Schweiz Milliarden kosten. Nun hat der Bundesrat seinen Aktionsplan angepasst, mit dem Katastrophen besser vorgebeugt und die Folgen minimiert werden sollen.

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Naturereignisse - im Bild ein Erdrutsch in Chamoson VS - dürften in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Bundesrat hat deshalb einen weiteren Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet.

Naturereignisse - im Bild ein Erdrutsch in Chamoson VS - dürften in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Bundesrat hat deshalb einen weiteren Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet.

KEYSTONE/MAXIME SCHMID
(sda)

Der am Mittwoch vom Bundesrat verabschiedete Aktionsplan für die Jahre 2020 bis 2025 enthält 75 konkrete Massnahmen. Beispielsweise sollen Grün- und Wasserflächen das Problem der überhitzten Städte eindämmen, wie es in einer Mitteilung heisst. Einen weiteren Fokus setzt der Bundesrat bei der Prävention. So sollen Frühwarnsysteme - beispielsweise zur Vorhersage von Trockenperioden - weiterentwickelt werden.

Bereits im Frühjahr 2014 hatte der Bundesrat einen ersten Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet. Dieser beinhaltete 63 Massnahmen - unter anderem in der Landwirtschaft und im Tourismus. Mit dem neuen Aktionsplan würde die Umsetzung der Strategie fortgesetzt, schreibt der Bundesrat.

CO2-Reduktion prioritär

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Bund und Swiss Economics könnte der Klimawandel um das Jahr 2050 bei Infrastruktur und Energiewirtschaft Kosten von bis zu einer Milliarde Franken im Jahr verursachen. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Infrastruktur seien vielfältig.

Speziell für kleinere Gemeinden und Kantone könne die finanzielle Bewältigung zu einem Kraftakt werden, hatte Umweltministerin Simonetta Sommaruga im vergangenen Oktober gewarnt. So unerlässlich die Massnahmen im Aktionsplan auch seien, der Kern der Klimapolitik bleibe die Reduktion von CO2, betonte Sommaruga. «Die günstigste und die wirksamste Lösung gegen Schäden an der Infrastruktur ist die Reduktion der CO2-Emissionen.»