Bund öffnet Archiv voller historischer Nachkriegsbilder

Im Sommer 1946 überflogen amerikanische Bomber in friedlicher Mission die Schweiz: Sie machten Luftbilder. Nun, 73 Jahre später, werden die Aufnahmen veröffentlicht. Sie zeigen ein einzigartiges Bild einer verschwundenen Schweizer Landschaft.

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Die Gemeinde Frauenfeld 2014 (oben) und 1946 (unten). Nach dem Zweiten Weltkrieg überflogen amerikanische Bomber mit der Genehmigung der Schweizer Regierung die Schweiz. (Bild: KEYSTONE/SWISSTOPO)
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Vom heutigen Flughafen Zürich war vor 73 Jahren noch nicht viel zu sehen. (Bild: KEYSTONE/SWISSTOPO)
Siedlungen (im Jahr 2014) statt Felder (im Jahr 1946) auch in Chur. (Bild: KEYSTONE/SWISSTOPO)
Auch die Stadt Sitten hat sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs sichtbar entwickelt. (Bild: KEYSTONE/SWISSTOPO)

Die Gemeinde Frauenfeld 2014 (oben) und 1946 (unten). Nach dem Zweiten Weltkrieg überflogen amerikanische Bomber mit der Genehmigung der Schweizer Regierung die Schweiz. (Bild: KEYSTONE/SWISSTOPO)

(sda)

Die Fotografie-Flüge waren Teil der Operation «Casey Jones», die Europa von Island bis Nordafrika abdeckte und nach dem amerikanischen Luftfahrtpionier benannt war. Vom 19. Mai bis zum 24. September 1946 wurden 64 Flüge auf Schweizer Gebiet durchgeführt, bei denen 4200 Fotos entstanden.

Die Aufnahmen dokumentieren das Landschaftsbild der Schweiz ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie zeigen eine Schweiz, die damals noch sehr stark von der Landwirtschaft mit vielen Äckern und Obstbäumen geprägt war. Es gab noch keine Autobahnen, und auch vom Flughafen in Kloten ist beispielsweise noch keine Spur zu sehen.

Nach zahlreichen Jahren der Aufbewahrung im Archiv des Bundesamtes für Landestopografie stellt dieses die Bilder für alle Interessierten online zur Verfügung, wie Swisstopo am Dienstag mitteilte. Sie wurden bis 2015 komplett restauriert und digital aufbereitet.

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