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BLS will zwei Fernverkehrslinien nun doch nicht übernehmen

Das Berner Bahnunternehmen BLS will zwei Fernverkehrslinien, welche ihm das Bundesamt für Verkehr (BAV) vor einem Jahr zusprach, nun doch nicht übernehmen. Die BLS plant das Jahr 2020 ohne Fernverkehr.
Die BLS wird nun doch nicht Interregio-Züge von Bern nach Biel und nach Olten einsetzen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die BLS wird nun doch nicht Interregio-Züge von Bern nach Biel und nach Olten einsetzen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda)

Die BLS begründet ihren Entscheid in einer Mitteilung vom Donnerstag mit einem Verfahren, das vor Bundesverwaltungsgericht hängig ist. Laut BLS hat dieses Gericht entschieden, einer Beschwerde der SBB gegen die Erteilung der Fernverkehrskonzession für die beiden Linien an die BLS die aufschiebende Wirkung nicht zu entziehen.

Daher könne der Wechsel der beiden Linien von der SBB zur BLS erst erfolgen, wenn das Bundesverwaltungsgericht in dieser Angelegenheit definitiv entschieden habe. Auch bei einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts in ihrem Sinn, so die BLS, könne sie aus ihrer Sicht die beiden Linien erst beim Fahrplanwechsel im Dezember 2020 übernehmen, nicht im Dezember 2019.

Deshalb plane sie nun das kommende Jahr ohne Fernverkehr. Es geht um die Linien Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten. Im Juni vergangenen Jahres hatte das BAV diese beiden Interregio-Linien der BLS zugesprochen. Die SBB sprachen in der Folge von einem verkehrspolitisch bedeutenden Systemwechsel und reichten gegen die Konzessionsvergabe Beschwerde ein.

Die SBB findet, die Einführung eines Mehrbahnmodells im Fernverkehr würde weit reichende Folgen für die öffentlichen Verkehrsbetriebe in der Schweiz haben. Bisher habe sich die Politik für eine Mehrbahnenlösung im abgeltungsberechtigten Regionalverkehr ausgesprochen, aber für eine Einheitskonzession für den Fernverkehr.

Die Vergabe von Teilstrecken im Fernverkehr müsse vom Gesetzgeber zuerst entschieden werden, findet die SBB.

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