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Belästigung und Stress auf Unternehmensebene anpacken

Ist ein Mitarbeiter gestresst oder gibt es im Betrieb Belästigungen, betrachten dies Arbeitgeber eher als individuelle denn als organisatorische Probleme. Es braucht aber mehr arbeitsorganisatorische Massnahmen, um beispielsweise Burn-Outs vorzubeugen.
Belästigung und Stress am Arbeitsplatz werden von Arbeitgebern tendenziell als individuelle Probleme angesehen. Oftmals müssten aber die Organisationsstrukturen angepasst werden. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Belästigung und Stress am Arbeitsplatz werden von Arbeitgebern tendenziell als individuelle Probleme angesehen. Oftmals müssten aber die Organisationsstrukturen angepasst werden. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag publizierte Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Demnach erkennen Arbeitgebende eher nicht, dass psychosoziale Probleme wie Stress, Belästigung und Aggressionen auch von der Organisationsgestaltung herrühren können.

Die Studie verweist jedoch auf wissenschaftliche Berichte, wonach solche Risiken eng mit der Organisation einer Firma verknüpft sind. Und psychosoziale Probleme würden sowohl Mitarbeitenden als auch Arbeitgebern zunehmend Sorgen bereiten. Entsprechend will das Seco die Unternehmen dafür sensibilisieren, Probleme auf dieser Ebene anzupacken und solche Risiken langfristig zu minimieren.

Für die erste Studie dieser Art wurden in 185 Unternehmen Personen befragt, welche sich mit der Arbeitssicherheit befassen oder in leitender Funktion sind. Zudem besuchten Inspektorinnen und Inspektoren die Firmen.

Dabei zeigte, dass solche staatlichen Interventionen «eindeutig zu Veränderungen in den Unternehmen führen». 34 Prozent der besuchten Betriebe gaben an, danach Präventionsmassnahmen eingeführt zu haben. Zudem seien Unternehmen eher bereit, Massnahmen zur Prävention einzuführen. Solche Besuche seien daher fortzuführen.

Schlechte Einschätzung von Risiken

Allerdings bestehe noch Informations- und Klärungsbedarf. So könnten Arbeitgeber eher schlecht einschätzen, welchen psychosozialen Risiken ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überhaupt ausgesetzt sind.

Dementsprechend fielen auch die Massnahmen zur Vorbeugung von solchen Problemen aus. Die eine, eine eher individuelle Massnahme, ziele darauf ab, Personen erst in Problemsituationen durch Beratung, Information und ein offenes Ohr zu unterstützen.

Die andere Massnahme hat zwar eine organisatorische Reichweite. Dabei werden die Arbeitsbedingungen materiell oder organisatorisch verbessert, wodurch die Arbeitnehmenden mehr Ressourcen für ihre Aufgaben haben. Die Unternehmen würden diese Massnahme aber nicht primär zum Schutz vor Risiken wie Stress oder Aggressionen ergreifen, sondern um die Produktivität zu steigern.

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