Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Basel beteiligt sich an grenzübergreifender Bekämpfung der Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke legt seit einigen Jahren ihre Eier auch in Basel. Das Insekt aus dem südostasiatischen Raum sticht am Tag und könnte gefährliche Krankheiten verbreiten. Nun soll die Ausbreitung der Stechmücke grenzübergreifend überwacht und bekämpft werden.
Eine Tigermückenfalle am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel. (Bild: Thomas Paul/Keystone-SDA)

Eine Tigermückenfalle am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel. (Bild: Thomas Paul/Keystone-SDA)

(sda)

Das Schweizerische Tropeninstitut und Public-Health Institut (Swiss TPH) in Basel stellte am Mittwoch das vom EU-Förderprogramm Interreg unterstützte Projekt TIGER vor, an dem auch die Schweiz beteiligt ist. Gerade in einer Stadt wie Basel sei grenzübergreifendes Denken wichtig, betonte der baselstädtische Regierungsrat Lukas Engelberger bei der Präsentation am Swiss TPH.

In der Schweiz war die Asiatische Tigermücke 2003 im Tessin zum ersten Mal entdeckt worden. In Basel wurden im Juli vergangenen Jahres an zwei Orten Eier nachgewiesen. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt ging mit einem biologischen Larvizid gegen Tigermückenlarven in einem Radius von etwa 200 Metern rund um die Fundstellen beim Autobahnzoll an der Grenze zu Frankreich vor.

Koordinierte Massnahmen

Die Mücken, die am Tag stechen, gelten als sehr aggressiv. Ihr Stich kann starke Reaktionen verursachen. Zudem können Tigermücken auch Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Fieber übertragen. Allerdings ist in der Schweiz bisher noch keine Krankheitsübertragung dokumentiert.

Das Projekt TIGER sieht nun verschiedene koordinierte Massnahmen vor, um das Risiko einer Ansiedlung oder einer weiteren Verbreitung von Tigermücken einzudämmen.

Dazu gehören der Aufbau eines regionalen Fallennetzwerks und Meldestellen für die Bevölkerung - ausserdem die technische und wissenschaftliche Unterstützung bei der Risikoanalyse und die Umsetzung von entsprechenden Präventions- und Bekämpfungsmassnahmen.

2015 erste Mücken in Basel

Hinweise auf eine etablierte Tigermücken-Population gibt es im Kanton Basel-Stadt laut den Behörden keine - im Gegensatz zum benachbarten Lörrach in Deutschland. Erstmals waren im Stadtkanton vor drei Jahren einzelne Exemplare gesichtet worden, in Strassburg und Freiburg im Breisgau schon 2014.

2016 startete das Kantonale Laboratorium zusammen mit dem Swiss TPH eine punktuelle Überwachung mit Fallen an 18 Standorten. Ein Hauptaugenmerk bei der Bekämpfung von Tigermücken gilt den Dolen als Mückenbrutstätten in Siedlungsgebieten.

Schwerpunkte der Überwachung in Basel sind der Rheinhafen, das Schlachthofareal, das Bahnhofareal St. Johann sowie Familiengarten-Areale.

Kantone, Deutschland, Frankreich und die EU

Die Asiatische Tigermücke ist eine von zwei invasiven Stechmückenarten, die sich in der schweizerisch-deutsch-französischen Oberrheinregion um Basel, das badische Rheintal und im Elsass niedergelassen haben.

Manuel Friesecke, Geschäftsführer der Regio Basiliensis, wies deshalb auch auf die Rolle des europäischen Förderinstruments Interreg als Initiator und Impulsgeber grenzüberschreitender Vorhaben hin. Das Interreg-Projekt TIGER wird auf Schweizer Seite von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau sowie der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) unterstützt.

Vom Gesamtbudget des TIGER-Projekts von gut 1,7 Millionen Euro steuern die Schweizer Partner - Kantone, Bund, Swiss TPH und die Firma Mabritec AG - rund 400'000 Euro bei.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.