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Ballenberg-Direktor Peter Kohler nimmt den Hut

Das Freilichtmuseum Ballenberg im Berner Oberland braucht einen neuen Direktor. Betriebsleiter Peter Kohler hat auf Ende Mai 2019 gekündigt. Mit Kohler nimmt innert weniger Jahre nun der zweite Direktor den Hut.
Historische Gebäude und altes Handwerk: das Freilichtmuseum Ballenberg im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Realität und nostalgischer Erinnerung. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Historische Gebäude und altes Handwerk: das Freilichtmuseum Ballenberg im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Realität und nostalgischer Erinnerung. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Bereits unter seinen Vorgängern sei eine Trennung der operativen und strategischen Aufgaben definiert worden, sagte Stiftungsratspräsident Peter Flück am Mittwoch auf Anfrage von Keystone-SDA.

Er sei überzeugt, dass dieser Weg, mit allen Konsequenzen, der richtige sei. Diese Voraussetzungen seien bei Kohlers Anstellung klar gewesen. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich Peter Kohler zu stark reingeredet habe», führte Flück aus.

Der Stiftungsrat bedauert Kohlers Abgang, wie er in seiner Mitteilung schreibt. Peter Kohler sei es gelungen, den Betrieb des Museums zu stabilisieren, die personellen Strukturen zu festigen und die Besucherzahlen in den vergangenen zwei Jahren um zwölf Prozent zu steigern.

Bereits der zweite Direktor geht

Kohler ist nicht der erste Direktor, der auf dem «Ballenberg» den Hut nimmt. 2014 verliess die damalige Direktorin, die Berner Historikerin Katrin Rieder, die Institution, ob freiwillig oder nicht, ist bis heute nicht bekannt.

Damals wurde vermutet, dass eine konservativ ausgerichtete Führung mit der fortschrittlichen Historikerin das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatte. Eine These, gegen die sich der seit 2015 amtierende Stiftungsratspräsident Peter Flück stets verwahrte.

Verschiedene Hüte

Das Freilichtmuseum oberhalb des Brienzersees, das den Besuchern Wohnen und Schaffen vergangener Generationen näher bringen will, hat gleich mehrere Hüte auf. So muss sich die Institution als Tourismusangebot in einem sehr dynamischen Umfeld behaupten, der Schweizer Bevölkerung als Lern-, Erfahrungs- und Erinnerungsort und der Wissenschaft als Forschungsplattform dienen.

Gerade die Entwicklungen im internationalen Tourismusgeschäft verlangen nach immer neuen Attraktionen, was sich aber mit dem Grundgedanken des Freilichtmuseums mit seinen historischen Bauernhäusern, Wirtschaftsgebäuden, der Vermittlung alten Handwerks und Kulturguts nicht ohne weiteres verträgt. Dazu kommt, dass heute auch bereits eine ältere Generation keinen direkten Bezug mehr hat zum ländlichen Leben früherer Generationen.

Der Ballenberg kämpft seit einigen Jahren schon mit all diesen Entwicklungen. Auch wenn es jüngst gelang, die Besucherzahlen zu steigern, so kam das Museum finanziell noch nicht auf einen grünen Zweig. Vergangenes Jahr fuhr die Institution einen Verlust von 950'000 Franken ein.

Stiftungsratspräsident Peter Flück zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Jahr kein solcher Verlust resultiert. «Die Finanzen haben wir im Griff, die Institution ist gut aufgestellt», betonte er.

Am Ziel, 2019 schwarze Zahlen zu schreiben hält Flück fest. Klar ist für ihn auch, dass der Ballenberg in Zukunft mindestens um die 220'000 Gäste braucht. Eine weitere Steigerung der Besucherzahlen kann laut Flück nicht ohne das Segment der ausländischen Gäste realisiert werden.

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