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Alpiq-Aktionäre sollen 70 Franken je Aktie erhalten

Der Energiekonzern Alpiq soll im Herbst von der Börse gehen. Den Publikumsaktionären bietet der neue Ankeraktionär CSA zu diesem Zweck nun 70 Franken je Aktie.
Jens Alder, Alpiq-Verwaltungsratspräident und Delegierter des Verwaltungsrats, begrüsst das öffentliche Übernahmeangebot für den Energiekonzern (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Jens Alder, Alpiq-Verwaltungsratspräident und Delegierter des Verwaltungsrats, begrüsst das öffentliche Übernahmeangebot für den Energiekonzern (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

(sda/awp)

Die CSA Energie-Infrastruktur Schweiz habe den Alpiq-Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angekündigt, teilten das Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre, die EOS Holding und der Anlagefonds CSA am Mittwoch mit. Die drei Parteien halten derzeit insgesamt 88 Prozent an Alpiq, nachdem der französische Stromkonzern EDF seine Beteiligung verkauft hat. Der Abschluss der EDF-Transaktion war am Dienstagabend vermeldet worden.

Der Preis von 70 Franken je Aktie beinhalte einen Aufschlag in Höhe von 7,4 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs am Tag vor der Ankündigung der Transaktion mit EDF, heisst es in der Mitteilung. Mit dem Übernahmeangebot von CSA an die Publikumsaktionäre ergebe sich ein Wert von rund 2 Milliarden Franken für das gesamte Alpiq-Aktienkapital.

Der Prospekt für das Angebot wird nun voraussichtlich am 9. Juli veröffentlicht. Die Angebotsfrist solle am 24. Juli 2019 beginnen, und der Abschluss ist für den 9. Oktober geplant.

Kurz nach Vollzug des Angebots im Oktober soll dann die Dekotierung bei der Schweizer Börse SIX beantragt werden. Die Aktionärsgruppe begrüsse zudem die Umwandlung des Aktionärs-Hybriddarlehens in Höhe von 367 Millionen Franken zum selben Preis.

Alpiq-Verwaltungsratspräsident und -CEO Jens Alder begrüsste in einer Mitteilung das Übernahmeangebot: «Die neue Aktionärsstruktur ist ein solides Fundament für die weitere Entwicklung von Alpiq.» Das öffentliche Übernahmeangebot sehe er als «logische Konsequenz».

Nachdem das EDF-Paket aufgekauft wurde, endet auch die Konsortialvereinbarung der Gründungsaktionäre mit dem französischen Konzern aus dem Jahre 2005 vorzeitig. Diese hatte EDF ohnehin bereits zuvor per September 2020 gekündigt.

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