ABB bestätigt Gespräche mit Hitachi über Stromnetzsparte

Der Industriekonzern ABB hat Gespräche mit dem japanischen Konglomerat Hitachi über die Zukunft der Stromnetzsparte bestätigt.

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ABB bestätigt Gespräche mit Hitachi über Stromnetzsparte. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

ABB bestätigt Gespräche mit Hitachi über Stromnetzsparte. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda/awp)

Man sei in Verhandlungen, die 2014 bekanntgegebene strategische Partnerschaft der beiden Unternehmen in der Sparte Power Grid auszuweiten und neu zu definieren, hiess es in einem Statement von ABB am Mittwoch.

Es sei jedoch nicht sicher, dass eine Transaktion zustande kommen werde, weder in Bezug auf den Zeitpunkt, die Struktur oder die Bedingungen.

Damit reagierte ABB auf Medienberichte. Zuvor hatte der japanische Wirtschaftsnachrichtendienst Nikkei über die Gespräche berichtet. Demnach gehe es um eine Transaktion im Wert von umgerechnet bis zu 7,05 Milliarden Dollar. Der Zeitung zufolge hat der Hitachi-Verwaltungsrat Pläne bestätigt, die Transaktion voranzutreiben. Hitachi hatte jüngst angekündigt, seinen Umsatz mit Stromnetzen in den kommenden drei Jahren um 60 Prozent auf 120 Milliarden Yen steigern zu wollen.

Schrittweise Ausgliederung

ABB werde die Sparte in ein eigenständiges Unternehmen ausgliedern, an dem sich Hitachi anfangs mit rund 50 Prozent beteiligen werde, berichtete «Nikkei» weiter. Im Verlauf einiger Jahre solle es dann vollständig in den Besitz der Japaner übergehen.

Um die Stromnetz-Sparte von ABB gibt es seit längerem Spekulationen. Aktionär Cevian hatte immer wieder eine Abspaltung gefordert. ABB-Chef Ulrich Spiesshofer, der einen solchen Schritt immer wieder abgelehnt hat, hatte im Juli erklärt, das Portfolio sei «nicht in Stein gemeisselt».

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuletzt unter Berufung auf Kreise berichtet, ABB spiele eine Abspaltung der Sparte durch und eine Entscheidung könne bis Jahresende fallen.

Die ABB-Aktien waren an der Schweizer Börse SIX zeitweise vom Handel ausgesetzt. Am Mittag legen die Titel 2,2 Prozent auf 19,42 Franken zu.