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4660 Personen wollen in den Nationalrat

Nach Bereinigung der Listen stehen die definitiven Kandidaten für den Nationalrat fest: 4660 Personen bewerben sich, 866 oder 22,8 Prozent mehr als bei den letzten Eidgenössischen Wahlen. Numerisch am meisten vorwärts macht der Aargau mit 72 Prozent mehr Bewerbern.
4660 Personen - fast 23 Prozent mehr als bei den letzten Wahlen - hoffen auf so einen Nationalratssitz. (Bild: Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE)

4660 Personen - fast 23 Prozent mehr als bei den letzten Wahlen - hoffen auf so einen Nationalratssitz. (Bild: Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE)

(sda)

Die Anzahl der Listen nahm um 21 Prozent zu, von 422 im 2015 auf 511 in diesem Jahr. Grund ist eine neue Regelung, welche die Parteien teilweise von der mühsamen Unterschriftensammlung zwecks Genehmigung zusätzlicher Wahllisten befreit.

Nur drei Kantone weisen keine Erhöhung der Nationalrats-Kandidaten, respektive -Listen auf: Genf präsentiert zwei Bewerber weniger als bei den letzten Eidgenössischen Wahlen, Neuenburg deren sieben. In Zürich ist nur die Anzahl Listen gesunken, zur Auswahl stehen heuer drei weniger als 2015. Allerdings sind diese gut gefüllt: Auf 22 der eingereichten 32 Listen sind alle zur Verfügung stehenden 35 Plätze belegt - insgesamt 966 Namen, 93 mehr als 2015.

Zu bereinigen gab es dieses Jahr nicht viel: Am spektakulärsten war die Ungültigerklärung der Nationalratsliste der «PARAT - Partei für Rationale Politik, Allgemeine Menschenrechte und Teilhabe» in Zug. Die Partei hatte den Auftrag, die erforderlichen 100 Stimmen zu sammeln, an externe Personen vergeben. Diese reichten einen hohen Anteil an ungültigen Unterschriften ein, darunter von verstorbenen und nicht existierenden Personen.

Die Staatskanzlei wird bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug von Amtes wegen Strafanzeige gegen Unbekannt wegen mutmasslicher Urkundenfälschung einreichen, wie sie ankündigte. Auch die Partei hat laut eigenen Angaben Anzeige eingereicht.

Frauenpower

Neben den drei Zuger Kandidaten wurden zwei Bewerbende in Luzern und eine Bewerberin in Baselstadt von den zuständigen Staatskanzleien aus dem Rennen genommen. Letzteres schmälert den Frauenanteil im Halbkanton nur geringfügig: Er beträgt nun knapp 46 statt 46,3 Prozent. Das ist schweizweit immer noch der höchste Frauenanteil. Stark an der Wahl beteiligen sich Frauen beispielsweise auch in Baselland (44 Prozent), Thurgau (43,7), Zürich und Genf (je 43), Luzern (42,9) und Bern (42,1). Dass der Frauenanteil im Nationalrat - er beträgt derzeit etwa ein Drittel - steigen wird, ist evident.

Wichtiger noch als die rein numerische Erstarkung der Frauen ist die qualitative: Immer mehr Parteien verkneifen es sich, «Alibifrauen» auf die chancenlosen hinteren Listenplätze zu verweisen. Die Frauen sind auf den Listen heute besser platziert als bei den Nationalratswahlen 2015.

In Zürich beispielsweise sind die ersten fünf Plätze aller Listen im Durchschnitt jeweils zur Hälfte von Frauen besetzt, wie eine Auswertung des statistischen Amts des Kantons ergeben hat. Eine umfangreiche Analyse der «NZZ» von letzter Woche hat diesen Trend zur aussichtsreicheren Platzierung der Frauen bei fast allen grossen Parteien bestätigt.

Jekami in kleinen Kantonen

So ganz definitiv ist die Zahl von 4660 Nationalrats-Kandidaten nicht, ein paar wenige werden noch dazukommen. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Ausserrhoden, Uri und Glarus führen nämlich keine Listen. Dort ist jede/r, der/die das Stimmrecht auf kantonaler Ebene hat, wählbar. Kandidaturen können bis zur Wahl beispielsweise in den Medien bekannt gegeben werden.

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