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34-jährige Frau in Dietikon ZH von getrennt lebendem Mann getötet

Eine 34-jährige Frau ist am Montag in Dietikon ZH leblos in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Ihr Ehemann hat sie getötet. Dieser war bereits wegen häuslicher Gewalt aktenkundig. Der 37-Jährige konnte noch am gleichen Tag im Kanton St. Gallen verhaftet werden.
Die Zürcher Kantonspolizei hat am Montagnachmittag in Dietikon eine tote Frau gefunden. Ihr getrennt von ihr lebender Mann wurde noch am gleichen Tag verhaftet. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Die Zürcher Kantonspolizei hat am Montagnachmittag in Dietikon eine tote Frau gefunden. Ihr getrennt von ihr lebender Mann wurde noch am gleichen Tag verhaftet. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Das Ehepaar aus Nordmazedonien hatte getrennt gelebt. Die genauen Umstände und die Hintergründe, wann und wie die Frau umgebracht wurde, sind noch Gegenstand von Ermittlungen, wie die Zürcher Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hat für den Mann Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Der 37-Jährige war bereits im Februar 2018 wegen häuslicher Gewalt verhaftet und mit einem Kontakt- und Rayonverbot belegt worden. Nach Verstössen gegen diese Massnahme hatte sich der Gewaltschutz der Kantonspolizei Zürich im November 2018 der Konstellation angenommen. Die Frau habe jedoch zweimal eine Einladung zum Gespräch mit den Fachleuten abgelehnt, schreibt die Polizei.

Im Frühling dieses Jahres meldete die Frau der Polizei wieder, dass ihr Mann ihr nachstelle und sie nicht in Ruhe lassen wolle. Der 37-Jährige erhielt daraufhin erneut ein Kontakt- und Rayonverbot - welches Ende Juli aber ablief. In den drei Monate davor war es zu keinen Verstössen gekommen.

37-Jähriger sucht seine Frau erneut

Vier Wochen später, am vergangenen Sonntag, erschien der Mann wieder bei der Wohnung der Ehefrau. Er klingelte unablässig an der Haustüre und versuchte, mit seiner Frau, mit der er das Sorgerecht für die Kinder teilte, Kontakt aufzunehmen. Er traf vor Ort aber nur auf eine Verwandte.

Ob die Kinder und die Ehefrau sich in der Wohnung befanden, wollte Werner Schaub, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen. «Um die Persönlichkeit der Kinder zu schützen, sagen wir nichts über sie.» Unklar ist deshalb auch, wie viele Kinder das Paar hatte und wie alt diese sind.

Nachdem der Mann sich so aufdringlich verhalten hatte, verständigte die Verwandte die Polizei. Die ausgerückten Polizisten wiesen den 37-Jährigen weg. «Der Mann hatte nichts Verbotenes getan, er war einfach sehr aufdringlich», sagte Schaub. Das Kontakt- und Rayonverbot habe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestanden.

Gewaltschutz konnte Tat nicht verhindern

Im Verlauf des Tages gingen zwei weitere Anrufe bei der Einsatzzentrale ein, wonach der Nordmazedonier erneut in Dietikon aufgetaucht sei. Die ausgerückten Polizisten trafen den Mann jedoch nirgends an. Die Familie sei aber gebeten worden, sich bei der Polizei zu melden, sollte er erneut auftauchen.

Am Montag um 16.30 Uhr ging bei der Polizei schliesslich die Meldung ein, dass in der Wohnung des Mehrfamilienhauses eine tote Person liegen würde. Der Fall sei speziell, weil die Gewaltschutzgruppe bereits involviert war, sagte der Kapo-Sprecher. «Ihr Ziel ist es, solche tragischen Fälle zu verhindern.» In diesem Fall sei das leider nicht gelungen.

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