Weinstein erzielt angeblich Millionen-Einigung mit Opfern

Der ehemalige Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein hat laut Medienberichten mit den Opfern, die ihm sexuelle Belästigung vorwerfen, eine vorläufige Einigung erzielt. Die Vereinbarung belaufe sich auf 44 Millionen Dollar.

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Der frühere Film-Produzent Harvey Weinstein soll mit seinen Opfern einen Vergleich in der Höhe von 44 Millionen Dollar abgeschlossen haben. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN)

Der frühere Film-Produzent Harvey Weinstein soll mit seinen Opfern einen Vergleich in der Höhe von 44 Millionen Dollar abgeschlossen haben. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN)

(sda/afp)

Das «Wall Street Journal» berichtete, sie betreffe sämtliche Opfer und Gläubiger und schliesse auch die Verfahren gegen Weinstein in Kanada und Grossbritannien ein. Bislang sei die Einigung noch nicht unterzeichnet worden. Aus dem Weinstein-Lager gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Die Einigung betreffe aber nur die Zivilverfahren gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul. Nicht betroffen sei ein Strafverfahren, das in New York gegen Weinstein geführt wird, berichtete die Zeitung.

Er steht dort wegen mutmasslicher Vergewaltigung und anderer sexueller Vergehen gegen zwei Frauen ab September vor Gericht. Weinstein hat alle Vorwürfe abgestritten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Der einstige Hollywood-Produzent wird von mehr als 80 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind Filmstars wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Ashley Judd. Angeklagt ist er aber nur in den Fällen zweier Frauen; viele der übrigen Fälle sind verjährt.

Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung ausgelöst. Unter dem Hashtag #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente.