Wackener Heavy-Metal-Festival startet als Livestream

Livestream statt Festival mit 75 000 Besuchern auf Wackens Wiesen: Am Mittwoch startet ein Online-Event als Ersatz für das wegen der Corona-Pandemie abgesagte Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken. Das Digitalfestival läuft bis Samstag.

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ARCHIV - Das Zeichen der Heavy-Metal-Fans, die «Pommesgabel». Foto: Carsten Rehder/dpa

ARCHIV - Das Zeichen der Heavy-Metal-Fans, die «Pommesgabel». Foto: Carsten Rehder/dpa

Keystone/dpa/Carsten Rehder
(sda/dpa)

Am Mittwoch sind unter anderem Auftritte von Body Count mit Ice-T, Anthrax, Motor Sister und von Metalqueen Doro geplant. An den vier Tagen stehen bei «Wacken World Wide» auch Konzerte von Blind Guardian, Heaven Shall Burn, In Extremo, Kreator und Beyond The Black und Sabaton auf dem Programm. Wacken-Gigs vergangener Jahre von Iron Maiden, In Flames und Arch Enemy ergänzen es.

Nach Veranstalterangaben werden die Musiker bei dem Festival live spielen. Sie sollen damit in Echtzeit mit präzisem Kamera-Tracking abgefilmt und direkt in ein virtuelles Set integriert werden. Die Fans sollen dabei nicht nur Zuschauer sein, sondern durch Mitmachprogramme und Interaktionen eingebunden werden.

Die Veranstalter hatten das weltbekannte Heavy-Metal-Festival mit Besuchern aus mehr als 80 Nationen wegen der Corona-Krise Mitte April abgesagt. Wacken-Mitbegründer Thomas Jensen nannte das Streaming-Festival «keine Kopie vom Richtigen». Er hofft, dass Metalfans zu Hause vor dem Stream feiern.

Das Wacken-Festival im Sommer 2021 ist unterdessen mit 75 000 Besuchern bereits ausverkauft. Die verbleibenden Karten seien per Losverfahren an Interessenten auf Wartelisten gegangen, teilten die Veranstalter mit. Nach der Absage in diesem Jahr hatten mehr als 90 Prozent der Besucher ihre Karten gegen Tickets für das kommende Jahr getauscht. «Die Fans beweisen uns ihr absolutes Vertrauen, worüber wir uns sehr freuen», sagte Festival-Mitbegründer Holger Hübner. Die Veranstalter wollen am Wochenende einen ersten Ausblick auf die Bands des kommenden Jahres geben.