Venedig darf «Eintrittsgeld» von Tagestouristen verlangen

Venedig kann Eintrittsgeld von Tagestouristen kassieren. Das sieht der Haushaltsplan der italienischen Regierung vor, der am Sonntag vom Parlament in Rom verabschiedet wurde. Je nach Saison könnten 2,50 Euro bis 10 Euro für den Besuch in der Lagunenstadt anstehen.

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Es reicht! Basta!, sagen sich die Venezianer und wollen jetzt den Tagestourismus drosseln mit einer Art «Eintritt». Immerhin suchen rund 30 Millionen Touristen pro Jahr die 50'000-Einwohner-Stadt im Wasser heim, das sind über 80'000 pro Tag, also mehr als deren Gesamtbevölkerung. Das nervt. (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/ANDREA MEROLA)

Es reicht! Basta!, sagen sich die Venezianer und wollen jetzt den Tagestourismus drosseln mit einer Art «Eintritt». Immerhin suchen rund 30 Millionen Touristen pro Jahr die 50'000-Einwohner-Stadt im Wasser heim, das sind über 80'000 pro Tag, also mehr als deren Gesamtbevölkerung. Das nervt. (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/ANDREA MEROLA)

(sda/dpa)

Venedig kämpft seit Jahren gegen den Touristenansturm und versucht immer wieder mit verschiedenen Strategien, die Massen in Schach zu halten. Jährlich wird die kleine Stadt - mit ihren im historischen Teil auf 118 Pfahlinseln im Wasser lediglich noch gut 50'000 Einwohnern - von mehr als 30 Millionen Touristen eingenommen.

Die Massnahme soll nur Tagestouristen betreffen. Hotelgäste zahlen dagegen bisher eine Ortstaxe. Zu zahlen wäre der neue Betrag möglicherweise über die Verkehrsmittel wie Busse oder Kreuzfahrtschiffe, die die Reisenden in die Stadt bringen.

Es würden jetzt «ausgewogene» Regeln geprüft, die «diejenigen schützen, die in unserer Gegend wohnen, studieren oder arbeiten», twitterte Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro.