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Überraschungsauftritt von Regielegende Godard in Cannes

Der französisch-schweizerische Regisseur Jean-Luc Godard hat sich einen Tag nach der Premiere seines neues Films "Le livre d'image" in Cannes den Medien gestellt - allerdings nur per Zuschaltung.
Jean-Luc Godard beantwortete per Handy Fragen aus Cannes (Bild: KEYSTONE/EPA GETTY IMAGES POOL/TRISTAN FEWINGS / POOL)

Jean-Luc Godard beantwortete per Handy Fragen aus Cannes (Bild: KEYSTONE/EPA GETTY IMAGES POOL/TRISTAN FEWINGS / POOL)

(sda/dpa)

Godard war am Freitag nicht zur Premiere seines neuen Werks angereist. Er liess sich dann am Samstag aber wenigstens über ein Mobiltelefon mit Medienleuten in der Pressekonferenz zum Film verbinden.

Über Facetime sah man Godard dann vor dem Mini-Bildschirm sitzen. Meist war nur sein Gesicht zu sehen, manchmal sein halber Kopf. Wo genau der französisch-schweizerische Regisseur war, blieb unklar - im Hintergrund war oft nur eine weisse Wand zu erkennen.

Ob er denn trotz seines Alters noch immer weiter arbeiten wolle? "Ja, klar, absolut - wenn ich kann!", antwortete Godard, der Kinoklassiker schuf wie "À bout de souffle". "Das hängt nicht wirklich von mir ab. Das hängt von meinen Beinen ab, von meinen Händen und ein bisschen auch von meinen Augen."

Darüber hinaus teilte der Oscarpreisträger und Nouvelle-Vague-Regisseur seine Meinungen zu unterschiedlichsten Themen mit. "Ein Film sollte zeigen, was NICHT passiert", sagte er etwa. Das geschehe viel zu selten.

Arabische Länder in Ruhe lassen

Bei seinem Film "Le livre d'image" sei ihm wichtig gewesen, den Ton vom Bild zu trennen - tatsächlich ist der Wettbewerbsbeitrag ein experimentell angelegtes Kaleidoskop von Bildern und Filmausschnitten, die mit Godards Kommentaren, teilweise auch mit einer kakophonen Tonspur unterlegt wurden.

Godard spricht dabei Themen wie Krieg und Kriegsverbrechen an und zeigt unter anderem Morde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). "Das ist kein politischer Film", sagte der Regisseur am Samstag. Die arabischen Länder bräuchten in der Realität keine anderen Menschen.

Sie hätten vieles selbst erfunden, darunter eine eigene Sprache. "Sie haben Öl, sie haben mehr Öl als notwendig ist", sagte er und ergänzte: "Ich glaube, die arabischen Länder sollten in Ruhe gelassen werden, um sich selbst um ihre Angelegenheiten zu kümmern."

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