Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Shoah»-Regisseur Claude Lanzmann mit 92 Jahren gestorben

Mit seiner fast zehnstündigen Zeitzeugen-Dokumentation über den deutschen Völkermord an den europäischen Juden wurde Claude Lanzmann weltberühmt. Mit 92 Jahren ist er nun gestorben.
Der französische Regisseur Claude Lanzmann gelangte mit seiner Dokumentation «Shoah» 1985 zu Weltrum; im Februar 2013 wurde er für sein Lebenswerk in Berlin mit dem Goldenen Bären geehrt. Am Donnerstag ist er im Alter von 92 Jahren gestorben. (Bild: KEYSTONE/EPA/SVEN HOPPE)

Der französische Regisseur Claude Lanzmann gelangte mit seiner Dokumentation «Shoah» 1985 zu Weltrum; im Februar 2013 wurde er für sein Lebenswerk in Berlin mit dem Goldenen Bären geehrt. Am Donnerstag ist er im Alter von 92 Jahren gestorben. (Bild: KEYSTONE/EPA/SVEN HOPPE)

(sda/dpa)

Claude Lanzmann, der französische Filmemacher, Schriftsteller und Regisseur des Holocaust-Zeitzeugenfilms «Shoah» starb am Donnerstag, wie seine Ehefrau der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte die Zeitung «Le Monde» berichtet.

Mit seiner fast zehnstündigen Zeitzeugen-Dokumentation «Shoah» aus dem Jahr 1985 über den Völkermord an europäischen Juden hat Lanzmann Geschichte geschrieben. Er liess darin Opfer und Täter des Holocaust zu Wort kommen.

Lanzmann wurde am 27. November 1925 im Grossraum Paris geboren. Als Jugendlicher engagierte er sich in der kommunistischen Jugendbewegung Frankreichs, der französischen Widerstandsbewegung.

Er studierte Philosophie und war Lektor an der Freien Universität Berlin. Als Journalist reiste er unter anderem nach China und Korea und engagierte sich gegen den Algerienkrieg.

Lanzmann war mit dem legendären Philosophen Jean-Paul Sartre befreundet und führte mit der Schriftstellerin und Feministin Simone de Beauvoir eine siebenjährige eheähnliche Beziehung.

Noch im vergangenen Jahr präsentierte er beim Filmfestival in Cannes ausser Konkurrenz den Dokumentarfilm «Napalm», für den er 2004 und 2015 in das diktatorisch geführte Nordkorea gereist war.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.