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Nationalgalerie Berlin zeigt erstmals Jack Whitten in Europa

Die Nationalgalerie Berlin zeigt als erstes Museum in Europa Arbeiten des US-amerikanischen Malers Jack Whitten (1939–2018).
«Apps for Obama» heisst eines der Werke des US-amerikanischen Künstlers Jack Whitten. Es ist Teil der Ausstellung «Jack's Jacks» im Hamburger Bahnhof in Berlin. (Bild: KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER)

«Apps for Obama» heisst eines der Werke des US-amerikanischen Künstlers Jack Whitten. Es ist Teil der Ausstellung «Jack's Jacks» im Hamburger Bahnhof in Berlin. (Bild: KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER)

(sda/dpa)

Im Hamburger Bahnhof in der Berliner Invalidenstrasse haben Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann und Co-Kurator Sven Beckstette 30 Arbeiten aus der Zeit zwischen 1964 bis 2018 zusammengetragen. Nach der Eröffnung an diesem Donnerstag sollen «Jack's Jacks» von Freitag an bis zum 1. September gezeigt werden.

Die Ausstellung wurde nach Angaben Kittelmanns noch mit Whitten gemeinsam konzipiert, der dann 2018 überraschend gestorben sei. «Jack's Jacks» besteht aus Arbeiten, mit denen Whitten seinen Wegbegleitern, Bekannten oder persönlichen Helden huldigte.

Whitten widmete Arbeiten etwa seinen Förderern wie Willem de Kooning oder Norman Lewis; als Jazz-Fan verewigte er John Coltrane, B.B. King oder Prince; andere Arbeiten tragen die Namen künstlerischer Wegbegleiter wie Louise Bourgeois, Andy Warhol oder Robert Rauschenberg.

In seiner eigenen Sicht hatte Whitten als aus dem Süden der USA stammender Afro-Amerikaner nie die Freiheit, in seinen Arbeiten unpolitisch sein zu können. So finden sich auch Arbeiten, die Politikern wie Martin Luther King oder Barack Obama gewidmet sind.

Auffällig ist vor allem die Materialität der Malerei, mit der Whitten einen abstrakten Expressionismus umsetzte. Viele Arbeiten wirken, als habe er mit Glas, Scherben, Plastik oder bunten Steinen gearbeitet. Tatsächlich setzen sich die Bilder nur aus Farbe zusammen, die Whitten trocknen liess und dann als meist geschnittene Teile zu einem neuen Bild zusammenfügte.

«Ich mache ein Bild, ich male kein Bild», beschrieb Whitten selbst diesen Prozess. Auf diese Weise sind die Arbeiten optisch wie Mosaike zusammengesetzt und bekommen zudem die Erhabenheit eines Reliefs.

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