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Natalie Portman will Preis in Israel nicht entgegennehmen

Hollywood-Star Natalie Portman hat ihre Reise zu einer hochrangigen Preisverleihung in Jerusalem nach Veranstalterangaben "aus politischen Gründen" abgesagt.
Wegen aktueller Ereignisse in Israel will die US-israelische Schauspielerin Natalie Portman dort nicht den hochdotierten Genesis-Preis entgegennehmen. (Bild: KEYSTONE/AP Invision/JORDAN STRAUSS)

Wegen aktueller Ereignisse in Israel will die US-israelische Schauspielerin Natalie Portman dort nicht den hochdotierten Genesis-Preis entgegennehmen. (Bild: KEYSTONE/AP Invision/JORDAN STRAUSS)

(sda/afp/dpa)

Hollywood-Star Natalie Portman hat ihre Reise zu einer hochrangigen Preisverleihung in Jerusalem nach Veranstalterangaben "aus politischen Gründen" abgesagt.

Wegen aktueller Ereignisse in Israel will die US-israelische Schauspielerin dort nicht den Genesis-Preis entgegennehmen. "Die jüngsten Ereignisse in Israel hat sie als extrem bedauerlich empfunden, und sie fühlt sich nicht wohl dabei, an einer öffentlichen Veranstaltung in Israel teilzunehmen", zitierte die Genesis-Stiftung am Donnerstagabend (Ortszeit) Portmans Sprecher.

Um welche Ereignisse es sich dabei handelt, wurde nicht mitgeteilt. Der Genesis-Preis wird seit 2013 an Menschen verliehen, "die der nächsten Generation von Juden als Inspiration dienen". Das Preisgeld von einer Million Dollar sollte auf Portmans Wunsch dem Kampf für Frauenrechte zugute kommen, kündigte die Stiftung im November an.

Am Freitag berichtete die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf eine Quelle innerhalb der Stiftung, Portman werde das Geld trotzdem bekommen und wie geplant spenden.

Bei Massenprotesten im Gazastreifen sind seit Ende März Dutzende Palästinenser getötet und Hunderte durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden. Das Vorgehen der israelischen Armee wurde von der Uno und von Menschenrechtsorganisationen als unverhältnismässig kritisiert. Anlass für den "Marsch der Rückkehr" ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung.

Die Palästinenser sehen die Staatsgründung als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende von ihnen fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie pochen auf ein "Recht auf Rückkehr" in das heutige israelische Staatsgebiet. Israel lehnt dies ab.

Die israelische Kulturministerin Miri Regev reagierte ungehalten auf Portmans Absage. Der Hollywood-Star sei "wie eine reife Frucht in die Hände" der Boykottbewegung gegen Israel gefallen, erklärte Regev.

Portman wurde in Jerusalem als Tochter eines Arztes und einer Künstlerin geboren. Die 36-jährige Schauspielerin ist bekennende Jüdin. 2010 wurde sie für ihre Hauptrolle in dem Ballett-Thriller "Black Swan" mit dem Oscar ausgezeichnet.

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