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Kein neuer Banksy-Coup bei Versteigerung in Paris

Nach der Schredder-Aktion des britischen Graffiti-Künstlers Banksy ist bei einer erneuten Auktion mehrerer Banksy-Werke in Paris ein Coup ausgeblieben. Die Versteigerung des Auktionshauses Artcurial fand am Mittwoch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Alle Welt wartete am Mittwoch in Paris bei einer Banksy-Auktion auf eine weitere spektakuläre Aktion des Künstlers wie unlängst mit der Bildzerstörung in London - doch eine solche Aktion blieb aus. (Bild: KEYSTONE/AP Pierre Koukjian)

Alle Welt wartete am Mittwoch in Paris bei einer Banksy-Auktion auf eine weitere spektakuläre Aktion des Künstlers wie unlängst mit der Bildzerstörung in London - doch eine solche Aktion blieb aus. (Bild: KEYSTONE/AP Pierre Koukjian)

(sda/afp)

Keines der versteigerten Werke zerstörte sich nach dem Verkauf jedoch selbst und die Preise gingen auch nicht in astronomische Höhen. Der Andrang des Publikums war allerdings gross.

«Wir sind wachsam», hatte der Artcurial-Beauftragte Arnaud Oliveux vor der Auktion gesagt. Artcurial habe «Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Aber sie werden so diskret und unauffällig wie möglich sein», betonte Oliveux.

Mehrfacher Schätzpreis

Das Auktionshaus versteigerte vier Banksy-Werke: drei Siebdrucke sowie die Kunstharz-Figur einer Ratte, die einen Pinsel hält. Der Siebdruck «Stop and Search» kam für 65'000 Euro unter dem Hammer, etwa das doppelte des Schätzwertes. Der Druck «Soup Can (Yellow/Emarald/Brown» erzielte 46'800 Euro und «Queen Vic» 11'700 Euro - etwa das dreifache des geschätzten Preises.

Bei der Auktion bei Sotheby's in London hatte eine anonyme Sammlerin das Banksy-Werk «Girl with Balloon» mit einem Mädchen und einem herzförmigen roten Ballon für 1,04 Millionen Pfund ersteigert. Unmittelbar nachdem der Hammer gefallen war, ertönte ein Alarmsignal und ein im Rahmen versteckter Reisswolf zerschnitt einen Teil des Werks zum Entsetzen der Gäste in Streifen.

Banksy bekannte sich einen Tag später zu dem Streich. Sein Werk nannte er in «Love is in the Bin» (Liebe ist im Eimer) um. Laut Kunstexperten soll sich der Wert des geschredderten Werks durch die Aktion fast verdoppelt haben. Die Bieterin will es aber behalten.

Diesmal kein Reisswolf

Experten gehen davon aus, dass ein Vertrauter Banksys oder womöglich sogar der Künstler selbst, dessen Identität bis heute nicht bekannt ist, im Raum waren und den Schredder auslösten. Artcurial hat deshalb diesmal die Identität der Versteigerungsteilnehmer besonders unter die Lupe genommen, wie Oliveux sagt. «Wir haben uns ein bisschen über sie informiert.» In den Rahmen der drei Siebdrucke sei zudem kein Reisswolf versteckt, betonte er. Dafür seien sie zu dünn.

Dies hielt Oliveux aber nicht davon ab, Banksys Aktion in London bei der Auktion in Paris zu benutzen. Als eine Bieterin zögerte, ihr Gebot bei einem der Kunstwerke zu erhöhen, sagte er: «Aber, Madame, Banksy steht im Rampenlicht. Sie werden es bereuen!»

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