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Frankreich feiert Japan: Riesen-Thron unter Louvre-Pyramide

Vom Louvre bis zum Eiffelturm: Mit monumentalen Werken und gigantischen Lichtschauen feiert Frankreich Japans Kunst und Kultur. Ein Riesen-Thron unter der Pyramide gehört zu den Eyecatchern.
Spektakulär: Kohei Nawas Skulptur «Thron» unter der Pyramide des Louvre. Sie ist Teil der über ganz Paris verteilten Japan-Hommage «Japonismes», mit welcher der 160. Geburtstag der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Japan gefeiert werden. (Bild: Keystone/AP/THIBAULT CAMUS)

Spektakulär: Kohei Nawas Skulptur «Thron» unter der Pyramide des Louvre. Sie ist Teil der über ganz Paris verteilten Japan-Hommage «Japonismes», mit welcher der 160. Geburtstag der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Japan gefeiert werden. (Bild: Keystone/AP/THIBAULT CAMUS)

(sda/dpa)

Er ist über 14 Meter hoch, wiegt 3 Tonnen und strahlt golden unter der Pyramide des Pariser Louvre. «Thron» heisst die Riesenskulptur von Kohei Nawa. Das millionenteure Goldblatt-Kunstwerk hat der japanische Künstler eigens für das Pariser Museum geschaffen. Bis zum 14. Januar 2019 wird es im Rahmen der Japan-Saison «Japonismes 2018» unter der gläsernen Pyramide auf einem etwa 10 Meter hohen Sockel thronen.

Die Ausstellung der Skulptur gehört zu den Highlights, mit der bis zum März 2019 in Frankreichs Museen, Konzerthallen und Theatern Japans Kunst und Kultur gefeiert wird. Anlass ist der 160. Geburtstag der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Land der aufgehenden Sonne.

Der «Thron» des 43-jährigen Künstlers, der in Kyoto zwei grosse Ateliers leitet, resümiert die ganze Symbolkraft des Louvre. Denn bevor der Louvre zu einem Weltmuseum wurde, residierten in dem Palast Frankreichs Könige. Erst 1793 öffnete das Gebäude als Museum seine Türen.

Sein Werk spiele auf Macht und Reichtum an, erklärte Nawa. Die Skulptur, aus der nach oben Flammen zu steigen scheinen, illustriert vor allem durch ihren Prunk einen Herrschaftssessel. An den von Napoleon Bonaparte, der ebenfalls im Louvre steht, erinnert Nawas Werk nur bildhaft.

Der Eiffelturm macht auch mit

Zeitgleich zum Louvre hat die Werkschau «Fukami, Eintauchen in die japanische Ästhetik» im Hôtel Salomon de Rothschild eröffnet. Neben Seidenmalereien und Farbholzschnitte von Hokusai sind Arbeiten von zeitgenössischen Stars wie Lee Ufan und Hiroshi Sugimoto zu sehen. Von Nawa wird in dem Stadtpalast «Foam» präsentiert, eine gigantische Schaumlandschaft.

An der Japan-Saison nehmen über 30 Institutionen teil, darunter das Centre Pompidou, die Philharmonie von Paris und die Veranstaltungshalle Grande Halle de La Villette, in der raumgreifende Lichtkunstwerke der technikbegeisterten Künstlergruppe «teamLab» gezeigt werden. Mitte September wird dann der Eiffelturm für zwei Tage in ein Kunstwerk verwandelt.

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