Barocke Paraderäume im Dresdner Residenzschloss wiedereröffnet

Knapp 75 Jahre nach ihrer Zerstörung sind in Dresden die Königlichen Paraderäume im Residenzschloss wiedereröffnet worden. Die barocken Räume in der sächsischen Hauptstadt wurden bis ins kleinste Detail rekonstruiert.

Drucken
Teilen
Silhouette von Dresden - rechts die katholische Hofkirche (August der Starke war zum Katholizismus übergetreten, um polnischer König werden zu können, während sein Volk in Sachsen grossmehrheitlich protestantisch war) und links das Residenzschloss. (Bild: KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER)
3 Bilder
Barocke Pracht in den restaurierten Königlichen Paraderäumen im Residenzschloss von Dresden - im Bild der Audienzsaal. (Bild: KEYSTONE/AP/JENS MEYER)
Krönungsfigur von August dem Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen-Litauen ab 1697. (Bild: KEYSTONE/AP/JENS MEYER)

Silhouette von Dresden - rechts die katholische Hofkirche (August der Starke war zum Katholizismus übergetreten, um polnischer König werden zu können, während sein Volk in Sachsen grossmehrheitlich protestantisch war) und links das Residenzschloss. (Bild: KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER)

(sda/dpa)

Es sei nicht nur ein besonderer Ort sächsischer Geschichte von der Renaissance bis zur Gegenwart, sondern deutscher und europäischer Geschichte, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Samstag anlässlich eines Festaktes.

Die Paraderäume sind die «Krönung» des 1986 begonnenen Wiederaufbaus des 1945 zerstörten Gebäudes als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen. In die teils «fadengenaue» Rekonstruktion von Eckparadesaal, Audienzgemach und Paradeschlafzimmer samt Vorzimmern investierte der Freistaat Sachsen knapp 35 Millionen Euro.

Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733 - Friedrich August I. von Sachsen), seit 1697 als August II. König von Polen und Grossfürst von Litauen, hatte die Räume anlässlich der Hochzeit seines Sohnes mit einer Kaisertochter 1717 umbauen und kostbar ausstatten lassen - mit Goldstoffen, Seidensamt, Silber- und Prunkmöbeln sowie 100 Quadratmeter grossen Deckengemälden.

Besucher können sich ab diesem Samstag von der wiedergewonnenen Pracht und Opulenz überzeugen - der Zugang ist mit Zeitkarten limitiert.