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Zehntausende feiern bei Gay-Pride-Parade in Tel Aviv

Zehntausende Menschen haben am Freitag bei der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv gefeiert. Die Teilnehmer forderten gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT).
Zehntausende fordern anlässlich der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. (Bild: KEYSTONE/AP/TSAFRIR ABAYOV)

Zehntausende fordern anlässlich der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. (Bild: KEYSTONE/AP/TSAFRIR ABAYOV)

(sda/dpa)

«Wir haben es alle verdient, unsere Stimmen zu erheben, zu kommen und zu sagen, dass nach dem langen Weg, den wir gegangen sind, immer noch viel zu tun ist», sagte Tel Avivs Bürgermeister Ron Chuldai laut der Nachrichtenseite «ynet». «Ich verspreche euch, dass wir nicht aufgeben werden und dass wir weiter kämpfen werden, bis wir die volle Gleichberechtigung im Staat Israel sehen.»

Als internationaler «Pride-Botschafter» kam der amerikanische Comedian Neil Patrick Harris nach Tel Aviv, der unter anderem aus der Serie «How I Met Your Mother» bekannt ist. Die Teilnehmer zogen von der Innenstadt an den Strand, wo auch Netta Barzilai, ESC-Gewinnerin von 2018, auftreten sollte.

Hunderte Polizisten sicherten die Veranstaltung. Zunächst gab es keine Berichte über Vorkommnisse. Vor vier Jahren hatte ein strengreligiöser Jude bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem eine 16-Jährige erstochen. Ein Gericht verurteilte den Mörder später zu lebenslanger Haft plus 31 Jahre.

Israel ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich toleranter gegenüber Homosexualität geworden. Gleichgeschlechtliche Paare können jedoch nicht heiraten, und es gibt Probleme bei Adoption und Leihmutterschaft.

Strengreligiöse Parteien haben grossen Einfluss in der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Sie lehnen Gesetzesänderungen zugunsten von Schwulen und Lesben ab, weil sie dies als Verstoss gegen jüdische religiöse Gebote ansehen.

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