Zahl der Todesopfer durch Coronavirus in China steigt auf über 1600

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist auf mehr als 1600 gestiegen. 142 Menschen starben landesweit an den Folgen der Erkrankung, wie die nationale Gesundheitskommission NHC am Sonntag mitteilte.

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China hat am Sonntag erneut steigende Zahlen von Coronavirus-Infizierten sowie weitere Todesfälle aufgrund der Erkrankung gemeldet.

China hat am Sonntag erneut steigende Zahlen von Coronavirus-Infizierten sowie weitere Todesfälle aufgrund der Erkrankung gemeldet.

KEYSTONE/EPA/STRINGER
(sda/afp/reu/dpa)

Damit stieg die Zahl der Todesopfer in China seit dem Auftauchen des Virus im Dezember auf mindestens 1665.

Die Gesundheitskommission meldete zudem 2009 neue Fälle einer Infektion mit dem Virus. Chinaweit infizierten sich damit bisher rund 68'500 Menschen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle und Neuinfektionen ging jedoch nach Behördenangaben den dritten Tag in Folge zurück.

Ein Toter in Europa

Der Grossteil der Neuinfektionen und Todesfälle wurde in der besonders betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war. Dort starben 139 Menschen, 1843 weitere Menschen infizierten sich, wie die dortigen Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 56'249.

China will im Kampf gegen das neuartige Coronavirus ein landesweites Versorgungs- und Beschaffungssystem zur Notfallversorgung aufbauen. Dies hatte der Staatssender CCTV am Samstag unter Berufung auf Äusserungen von Präsident Xi Jinping berichtet. Zudem solle ein Notfallsystem zum Kampf gegen Epidemien errichtet werden.

Am Samstag war der erste Todesfall in Europa durch das Virus gemeldet worden. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums erlag ein 80-jähriger Tourist aus China in einem Pariser Spital der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Kreuzfahrerin positiv getestet

Über zwei Dutzend Länder meldeten inzwischen weitere Fälle, darunter zuletzt Ägypten. Damit erreichte das Virus inzwischen auch Afrika.

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes «Westerdam» ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Spital in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Die Amerikanerin sei eine von 145 Passagieren gewesen, die über Malaysia nach Hause fliegen wollten. Bei der Ankunft seien bei der Frau und bei ihrem Ehemann gewisse Symptome des neuen Virus festgestellt worden. Die Reederei wollte vor einer Stellungnahme zunächst weitere Tests abwarten.

Die «Westerdam» hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schliesslich zu. Am Freitag durften schliesslich die ersten von knapp 2300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

Ausharren in Quarantäne

Weitere 70 Passagiere, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs «Diamond Princess» befinden, sind unterdessen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das japanische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das Schiff liegt seit dem 3. Februar in Japan unter Quarantäne vor Anker. Insgesamt seien nun 355 Menschen an Bord mit dem Virus infiziert.

Auf dem Schiff befinden sich rund 3700 Passagiere und Crewmitglieder. Nach Angaben des japanischen Aussenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate bis Mittwoch vorliegen. Bis dahin steht das Schiff unter Quarantäne.