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Weitere Klage gegen Ex-Filmmogul Harvey Weinstein zugelassen

Eine britische Schauspielerin hat eine Klage gegen den einstigen US-Filmmogul Harvey Weinstein wegen sexuellen Missbrauchs durchgesetzt.
Harvey Weinstein bei einem Gerichtstermin im Juli. Ein Gericht in New York hat eine weitere Klage gegen den Filmmogul zugelassen. (Bild: KEYSTONE/AP Pool The Daily News/JEFFERSON SIEGEL)

Harvey Weinstein bei einem Gerichtstermin im Juli. Ein Gericht in New York hat eine weitere Klage gegen den Filmmogul zugelassen. (Bild: KEYSTONE/AP Pool The Daily News/JEFFERSON SIEGEL)

(sda/dpa)

Das Gericht in New York sah am Dienstag (Ortszeit) in den Vorwürfen von Kadian Noble genügend Anhaltspunkte für Verstösse gegen US-Gesetze gegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Noble hatte vorgebracht, dass Weinstein sie 2014 in einem Hotelzimmer in Cannes zu einer gewerbsmässigen sexuellen Handlung gezwungen habe. Demnach soll Weinstein der aufstrebenden Darstellerin zunächst eine Filmrolle versprochen haben. Anschliessend habe er sie betatscht und zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Die Vorwürfe der britischen Schauspielerin reihen sich in eine ganze Serie, die Dutzende Frauen gegen den einst mächtigsten Filmproduzenten der USA wegen sexueller Übergriffe erhoben haben. Der 66-Jährige ist mittlerweile wegen sechs Sexualdelikten angeklagt, die er aber bestreitet. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe.

Weinstein befindet sich derzeit gegen eine Kaution von 1 Million Dollar auf freiem Fuss. Erste Berichte über sein mutmassliches sexuelles Fehlverhalten in der Presse hatten immer mehr Frauen dazu veranlasst, sich zu äussern und dafür den Hashtag #MeToo zu nutzen.

Richter Robert Sweet schrieb in seiner Begründung, der vorliegende Fall stelle zwar keinen typischen Sexhandel dar, die Vorwürfe seien aber einleuchtend und belegten, dass Weinstein mit seinem Verhalten gegen die entsprechenden US-Gesetze verstossen haben könnte. Weinsteins Behauptung, Noble habe «nichts von Wert erhalten (...) spiegelt nicht die moderne Wirklichkeit wider», schrieb Sweet weiter. Schliesslich habe er ihr eine Rolle und den Kontakt zu seinem Umfeld in Aussicht gestellt.

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