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Weisses Haus: Rund zehn Prozent der US-Soldaten weiterhin in Syrien

Die US-Regierung schwächt ihre Aussagen zum Truppenabzug in Syrien ab. Auch nach dem US-Truppenabzug aus Syrien sollen rund 200 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland verbleiben.
US-Präsident Donald Trump gibt bei der Kritik am US-Truppenabzug aus Syrien am Donnerstag nach und will rund zehn Prozent der amerikanischen Soldaten zunächst vor Ort belassen. (Bild: KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH)

US-Präsident Donald Trump gibt bei der Kritik am US-Truppenabzug aus Syrien am Donnerstag nach und will rund zehn Prozent der amerikanischen Soldaten zunächst vor Ort belassen. (Bild: KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH)

(sda/afp/reu/dpa)

Eine kleine Gruppe von «etwa 200» Soldaten solle zur Friedenssicherung für eine gewisse Zeit in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag (Ortszeit).

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember zunächst einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt und damit Entsetzen bei Verbündeten wie auch teilweise im eigenen politischen Lager ausgelöst.

Trump hatte den Schritt damals damit begründet, dass der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewonnen sei. Seither relativierte der US-Präsident seine Ankündigung zu dem Truppenabzug aus Syrien allerdings immer wieder stark. Verbündete Staaten wie auch Vertreter von Trumps Republikanern halten einen vollständigen Abzug für verfrüht.

Trump telefoniert mit Erdogan

Die USA unterstützen in Nord-Syrien die kurdische YPG-Miliz im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Kurden befürchten nach einem US-Abzug eine Offensive der Türkei auf syrischem Gebiet. Die Türkei sieht die YPG dagegen als Terrororganisation an und hat angekündigt, sie zu zerschlagen.

Zuvor hatten am Donnerstag Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan miteinander telefoniert und über die Lage in Syrien gesprochen. Die beiden Staatsoberhäupter hätten sich darauf verständigt, weiter an der Einrichtung einer Sicherheitszone in Nord-Syrien zu arbeiten, teilte das US-Präsidialamt weiter mit. Beide Länder arbeiten seit längerer Zeit daran, eine solche Zone im Norden Syriens zu schaffen.

Dies würde auf Kosten der mit der Türkei verfeindeten Kurden gehen. Die USA sehen sich dagegen den Kurden moralisch verpflichtet, die einen grossen Teil zum militärischen Bezwingen des Terrornetzwerkes IS beigetragen haben. Die Gespräche sollen am Freitag auf Ebene der Verteidigungsministerien und der Streitkräfte fortgesetzt werden.

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