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USA führen mit Huthi-Rebellen Gespräche zur Beilegung des Konflikts

Die USA haben nach Angaben eines ihrer hochrangigen Diplomaten Verhandlungen mit den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen aufgenommen. Es ist der erste Versuch von Gesprächen der US-Regierung mit diesen seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.
Nach einem Luftangriff durch die Vereinigten Arabischen Emirate im südlichen Jemen. (Bild: KEYSTONE/AP/WAIL AL-QUBATY)

Nach einem Luftangriff durch die Vereinigten Arabischen Emirate im südlichen Jemen. (Bild: KEYSTONE/AP/WAIL AL-QUBATY)

(sda/afp)

«Wir sind sehr darauf konzentriert, den Krieg im Jemen zu beenden», sagte der Ministerialdirektor im US-Aussenministerium für den Nahen Osten, David Schenker, am Donnerstag bei einem Besuch in Saudi-Arabien vor Journalisten.

Laut Schenker soll bei den Verhandlungen eine «gegenseitig akzeptierte und verhandelte Lösung des Konfliktes» erreicht werden. Die USA seien dafür in Kontakt mit dem Uno-Gesandten im Jemen, Martin Griffiths, sowie mit «saudiarabischen Partnern».

Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» will die US-Regierung bei geheimen Gesprächen im Nachbarland Oman mit den Huthi-Rebellen und mit Saudi-Arabien eine Waffenruhe aushandeln.

Schon Obama war gescheitert

Während der Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama hatten US-Gesandte im Juni 2015 kurz nach Ausbruch des Krieges im Jemen Verhandlungen mit den Rebellen geführt. Washington wollte diese damals überzeugen, bei Uno-Friedensverhandlungen in Genf gemeinsam ein Ende der Krise zu erreichen. Das Vorhaben scheiterte jedoch.

Am Dienstag hatten Uno-Ermittler die Untersuchung von Kriegsverbrechen im Jemen gefordert. Die «Straffreiheit» für diese «Verstösse und Misshandlungen» könne nicht weiter hingenommen werden, erklärte eine 2017 vom Uno-Menschenrechtsrat eingesetzte Kommission.

Eine geheime Liste von Menschen, «die für völkerrechtliche Verbrechen verantwortlich» sein könnten, wurde an Uno-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet übergeben. Den Konfliktparteien werden in dem Bericht, der an den Uno-Menschenrechtsrat übergeben werden soll, unter anderem willkürliche Tötungen, Folter, die Rekrutierung von Kindersoldaten sowie Vergewaltigung und andere sexuelle Gewaltverbrechen vorgeworfen.

Sunniten gegen Schiiten - Kampf um Hegemonie

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen sunnitischen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der - ebenfalls schiitische - Iran steht.

Nach Uno-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10'000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. 2016 brach eine Cholera-Epidemie aus. Im Land herrscht zudem eine flächendeckende Hungersnot. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung waren nach Uno-Angaben 2017 vom Hunger bedroht und auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

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