US-Sommercamp: Kinder jeden Alters mit Coronavirus infiziert

Eine Studie zu einem Coronavirus-Ausbruch in einem Sommercamp untermauert die Erkenntnis, dass sich Kinder jeden Alters mit dem Erreger infizieren können. Dies teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag (Ortszeit) mit.

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Eine amerikanische Studie zu einem Sommercamp hat wertvolle Informationen zur Coronavirus-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen hervorgebracht.

Eine amerikanische Studie zu einem Sommercamp hat wertvolle Informationen zur Coronavirus-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen hervorgebracht.

KEYSTONE/EPA ANSA/LUCA ZENNARO
(sda/dpa)

Entgegen ursprünglicher Annahmen könnten Kinder und Jugendliche auch eine «wichtige Rolle» bei der Übertragung von Sars-CoV-2 spielen, hiess es weiter. Die am Freitag veröffentlichte Studie dürfte in den USA auch die Debatte zur Wiedereröffnung von Schulen nach den Sommerferien erneut anheizen.

Die Studie befasst sich mit einem Coronavirus-Ausbruch, der sich Ende Juni innerhalb von etwa zehn Tagen in einem Feriencamp für Kinder und Jugendliche im südlichen Bundesstaat Georgia zugetragen hatte. Von den rund 600 dort anwesenden Personen gab es nur von 344 das Ergebnis eines Coronavirus-Tests. Von ihnen hatten sich allerdings 260 mit dem Coronavirus infiziert, also fast die Hälfte. Darunter waren 51 Kinder im Alter bis zehn Jahren, 180 Jugendliche und 29 volljährige Personen. Wegen der fehlenden Testergebnisse sei anzunehmen, dass es noch mehr Infektionen gegeben habe, hiess es in der Studie.

Fieber und Halsweh

Die rund 250 Angestellten und Freiwilligen in dem Camp mussten Masken tragen, die etwa 350 Gäste im Alter von 6 bis 18 Jahren mussten keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Während ihres mehrtägigen Aufenthalts gab es zahlreiche Aktivitäten im Freien und in geschlossenen Räumen, darunter «kräftiges Singen und Jubeln», so die CDC-Studie.

Zwei Tage nach der Ankunft der Gäste sei ein Teenager am 23. Juni mit Erkältungserscheinungen nach Hause geschickt worden. Nachdem die Person positiv getestet worden war, schlossen die Verantwortlichen das Camp am 27. Juni. Von den 136 Personen, für die es Informationen zu Symptomen gab, gaben 36 an, keine Beschwerden gehabt zu haben. Die übrigen berichteten von Fieber, Kopfschmerzen und Halsweh.