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US-Präsidentschaftsbewerber Sanders setzt Wahlkampagne aus

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat seine Wahlkampagne nach einer Operation vorübergehend ausgesetzt. Bei dem 78-jährigen Senator wurde eine blockierte Arterie diagnostiziert, wie sein Kampagnenteam am Mittwoch mitteilte.
Zum ersten Mal vom Alter eingeholt: Bernie Sanders, Trump-Rivale und immer erngiegeladen. (Bild: KEYSTONE/EPA/CJ GUNTHER)

Zum ersten Mal vom Alter eingeholt: Bernie Sanders, Trump-Rivale und immer erngiegeladen. (Bild: KEYSTONE/EPA/CJ GUNTHER)

(sda/afp)

Dem Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten wurden daraufhin zwei Stents implantiert. Seine Wahlkampfaustritte wurden bis auf Weiteres abgesagt.

Der linksgerichtete Senator gehört zum engeren Favoritenkreis bei den Demokraten für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump im kommenden Jahr. In den jüngsten Umfragen war er allerdings vom zweiten auf den dritten Platz zurückgefallen. Überholt hatte Sanders die Senatorin Elizabeth Warren, die ebenfalls dezidiert linke Positionen vertritt. Vorne liegt in den meisten Umfragen weiterhin Ex-Vizepräsident Joe Biden.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung Las Vegas verspürte Sanders am Dienstag Beschwerden in der Brust, wie sein Berater Jeff Weaver mitteilte. Nach Untersuchungen, bei denen die Arterienverstopfung festgestellt worden sei, seien ihm dann «erfolgreich» zwei Stents eingesetzt worden. Dabei handelt es sich um Implantate, die Adern offen halten.

Sanders unterhalte sich bereits wieder und sei «guten Mutes», erklärte Weaver. Er werde sich nun in den nächsten Tagen ausruhen. Aus dem Kreis seiner demokratischen Konkurrenten kamen umgehend Genesungswünsche. Biden zeigte sich zuversichtlich, dass Sanders sich «komplett und rasch» erholen und bald in den Wahlkampf zurückkehren werde. Ähnlich äusserte sich die Senatorin Kamala Harris, die Sanders als «Kämpfer» bezeichnete.

Ähnlich alt wie 76-jähriger Biden

Bei Sanders ist sein fortgeschrittenes Alter bislang deutlich seltener als mögliches Problem für seine Präsidentschaftsbewerbung in der US-Öffentlichkeit thematisiert worden als bei dem 76-jährigen Biden. In der bisherigen Kampagne wirkte Sanders überaus energiegeladen - wie schon in seiner früheren Präsidentschaftskampagne 2015 und 2016.

Sanders hatte in den damaligen Vorwahlen der Demokraten für Furore gesorgt, als er eine begeisterte breite Anhängerschaft aus überwiegend jungen Menschen mobilisieren konnte. Im internen Wettstreit der Partei um die Präsidentschaftskandidatur unterlag er damals aber der früheren Aussenministerin Hillary Clinton, die dann die Wahl gegen Trump verlor.

Der Senator aus dem Neuenglandstaat Vermont ist selber parteilos, aber eng mit den Demokraten verbündet. Dies ermöglicht ihm die Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Partei. Sanders bezeichnet sich als «demokratischer Sozialist» und streitet unter anderem für eine stärkere Besteuerung der höchsten Einkommensschichten und global operierender Konzerne.

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