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US-Präsident Trump empfängt Emissär von Nordkoreas Machthaber

US-Präsident Donald Trump wird am Freitag Kim Yong Chol, einen hochrangigen Vertrauten des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, in Washington empfangen. Dies bestätigte US-Aussenminister Mike Pompeo nach einem Treffen mit dem nordkoreanischen Ex-Geheimdienstchef.
US-Aussenminister Mike Pompeo gab sich nach dem Treffen mit dem nordkoreanischen Unterhänlder Kim Yong Chol zuversichtlich. (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

US-Aussenminister Mike Pompeo gab sich nach dem Treffen mit dem nordkoreanischen Unterhänlder Kim Yong Chol zuversichtlich. (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

(sda/dpa/reu)

US-Aussenminister Pompeo zeigte sich nach seinem Treffen mit dem Unterhändler Nordkoreas zuversichtlich, dass der Gipfel zwischen Kim Jong Un und Präsident Donald Trump doch noch zustande kommt. Man bewege sich in die richtige Richtung, sagte Pompeo vor den Medien in New York.

Pompeo sagte, man habe Fortschritte gemacht. Es gebe aber auch noch viel zu tun. Er unterstrich, dass Trump auf eine "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel bestehe.

Bei dem für 12. Juni in Singapur geplanten, zwischenzeitlich von Trump aber wieder abgesagten Gipfel sollte es um die atomare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel gehen.

Pompeo bestätigte, dass Kim Yong Chol am Freitag nach Washington reisen wolle, um einen persönlichen Brief von Kim Yong Un an Trump zu übergeben. Der US-Präsident hatte zuvor bereits gegenüber einem Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters angedeutet, dass er am Freitag vermutlich den hochrangigen Vertrauten des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un treffen werde.

Kim Yong Chol werde ihn wahrscheinlich am Freitag im Weissen Haus besuchen, sagte Trump gegenüber Reuters während eines Flugs zu Wahlkampfveranstaltungen in Texas. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass er sich 12. Juni in Singapur mit Kim Jong Un treffen werde.

Um eine Einigung auf eine Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu erzielen, könnten allerdings mehrere derartige Treffen nötig sein, sagte der US-Präsident.

Kim Yong Chol ist Vize-Vorsitzender des Zentralkomitees der Arbeiterpartei. Er ist der ranghöchste nordkoreanische Politiker, der sich seit dem Jahr 2000 mit US-Regierungsvertretern trifft.

Hauptstreitpunkt zwischen beiden Staaten ist das Atomwaffen- und Raketenprogramm Nordkoreas. Die USA fordern eine komplette, nachprüfbare und unumkehrbare Vernichtung dieser Waffen. Nordkorea lehnt dies nicht rigoros ab, fordert aber Sicherheitsgarantien und den Abzug der US-Truppen aus Südkorea.

Kim trifft Lawrow

Im Ringen um das Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump suchte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un demonstrativ engeren Kontakt zu Russland. Überraschend empfing Kim am Donnerstag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang den russischen Aussenminister Sergej Lawrow.

Er lobte dabei Moskau als Gegengewicht zu einer weltweiten Vorherrschaft Washingtons. "Ich schätze es sehr, dass (Präsident Wladimir) Putin Widerstand leistet gegen die Hegemonie der USA", sagte Kim. Lawrow lud den Machthaber nach Russland ein.

Lawrow betonte, Russland wolle daran mitwirken, dass auf der koreanischen Halbinsel Frieden, Stabilität und Wohlstand herrschten. Im fernen Moskau teilte der Kreml der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit, der Minister habe Kim eine Botschaft von Putin überbracht.

Bisher zurückgehalten

Mit Lawrows Besuch unterstreicht Russland seinen Anspruch, in die Lösung von Konflikten mit globaler Bedeutung eingebunden zu werden. Vom früheren US-Präsidenten Barack Obama als "Regionalmacht" abgekanzelt, hat Putin in den fast zwei Jahrzehnten seiner Führung viele Gelegenheiten genutzt, um Russlands Wort Gewicht zu verleihen und den Einfluss der USA zurückzudrängen. Mit seiner Intervention im Syrien-Krieg verlieh er diesem Anspruch sogar militärisch Nachdruck.

Im Korea-Konflikt hatte sich Moskau bislang weitgehend im Hintergrund gehalten. Russland teilt einen kurzen Grenzstreifen mit Nordkorea. Wirtschaftlich suchen beide Länder schon länger den Kontakt. Doch auch Moskau sieht Nordkoreas Atomprogramm als Gefahr.

Allein, der Streit um die atomare Abrüstung ist ein komplexes Thema, denn die USA und Nordkorea verstehen darunter unterschiedliche Dinge. Das erschwert die Verhandlungen über den Trump-Kim-Gipfel.

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