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US-Aussenminister führt «klärende Gespräche» in Nordkorea

US-Aussenminister Mike Pompeo hat am Samstag seine Gespräche in Nordkorea abgeschlossen. Er habe «in fast allen zentralen Fragen» Fortschritte erzielt, sagte er danach.
(sda/reu)

Bei den von beiden Seiten als «klärende Gespräche» bezeichneten zweitägigen Unterredungen sei es auch lange um einen Zeitplan für die geforderte nukleare Abrüstung Nordkoreas gegangen, sagte Pompeo am Samstag laut einem Poolbericht begleitender US-Journalisten.

Nordkorea meine es mit seinen Zusagen einer vollständigen Denuklearisierung ernst, sagte Pompeo demnach. Arbeitsgruppen sollen nun Details etwa zur Überprüfung der Schritte zur Denuklearisierung ausarbeiten.

Auf Berichte angesprochen, Nordkorea entwickele Geheimdienstinformationen zufolge seine nuklearen Fähigkeiten weiter, sagte Pompeo: «Wir haben darüber gesprochen, was die Nordkoreaner weiter betreiben» und wie man die zwischen Trump und Kim abgesprochene komplette Denuklearisierung umsetzen könne.

Nicht nachprüfbare Denuklearisierung

Eine Sprecherin des Aussenministeriums sagte, Pompeo sei bei den Punkten hart geblieben, auf die sich Trump und Kim bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur geeinigt hätten: Komplette Denuklearisierung, Sicherheitsgarantien und die Rückführung der im Korea-Krieg 1950-53 gefallenen amerikanischen Soldaten in die USA. Zu letzterem Punkt würden am 12. Juli Gespräche auf Arbeitsebene an der innerkoreanischen Grenze aufgenommen.

Die Sprecherin verwahrte sich dagegen, die USA hätten ihre Position zur Denuklearisierung abgeschwächt. Sie wollte aber nicht erläutern, warum ihr Ministerium als Ziel nur noch von einer «kompletten Denuklearisierung» spricht und nicht mehr die zuvor verwendete Formulierung «komplette, nachprüfbare, unumkehrbare Denuklearisierung» benutzt.

Mitarbeiter des Aussen-, des Verteidigungsministeriums und von US-Geheimdiensten hatten sich besorgt gezeigt, Trump könnte die Ergebnisse des Singapur-Gipfels wohl übertrieben haben. Nordkorea müsse in den Gesprächen auf Arbeitsebene noch den Beweis erbringen, dass es die Gipfel-Zusagen ernst meine, hiess es in Geheimdienstkreisen.

Treffen mit Geheimdienstchef

Pompeos Gesprächspartner am Freitag und Samstag war der ehemaligen Geheimdienstchef Kim Yong Chol, mit dem er auch das Gipfeltreffen von Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eingefädelt hatte.

Kim hatte sich dabei grundsätzlich dazu bekannt, an «einer kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu arbeiten», dabei aber offengelassen, wie und bis wann das Atomwaffenprogramm abgebaut werden soll.

Trump hatte Nordkorea als Gegenleistung Sicherheitsgarantien angeboten. Die USA sagten zudem gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea ab.

Mit Kim, den er bei seinen vorigen beiden Besuchen in Pjöngjang zusammengetroffen war, sprach Pompeo diesmal nach Angaben seiner Sprecherin nicht. Allerdings habe er einen Briefs Trumps für Kim hinterlassen. Von Nordkorea aus flog er nach Tokio weiter, um Japan und Südkorea über die Gespräche zu informieren.

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