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Unicef beklagt ungleiche Bildungschancen in vielen Industrieländern

In reichen Industriestaaten hängt der Bildungserfolg von Kindern stark vom familiären Hintergrund ab. Dieser sei «ein entscheidender Faktor» für die Bildungschancen, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Uno-Kinderhilfswerks Unicef.
Die Bildungschancen von Kindern sind auch in reichen Industriestaaten ungleich. Die Schweiz liegt in einer Unicef-Studie nur im Mittelfeld. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Bildungschancen von Kindern sind auch in reichen Industriestaaten ungleich. Die Schweiz liegt in einer Unicef-Studie nur im Mittelfeld. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/afp)

In vielen europäischen Staaten gingen etwa Söhne und Töchter ärmerer Familien seltener in die Kita. Auch die Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule sei geringer.

Für die Studie untersuchte das Unicef-Forschungszentrum Innocenti die Situation in insgesamt 41 Ländern der EU und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Lettland steht demnach an der Spitze mit der geringsten Bildungsungleichheit zwischen Kindern. Es folgen Irland, Spanien und Dänemark.

Schweiz im Mittelfeld

Bulgarien, Malta, Israel und Frankreich stehen am Ende der Liste. Die Schweiz liegt auf Rang 18. Deutschland gehört mit Platz 23 zum unteren Mittelfeld.

Der Analyse zufolge sind die sozial bedingten Unterschiede zwischen Kindern in verschiedenen Altersstufen unterschiedlich stark ausgeprägt.

«Der internationale Vergleich zeigt, dass Länder Kindern sowohl ein hohes Bildungsniveau als auch mehr Chancengerechtigkeit ermöglichen können», erklärte die Innocenti-Leiterin Priscilla Idele. Aber alle Industrieländer könnten und müssten benachteiligte Kinder besser fördern, denn diese blieben am häufigsten zurück.

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